Ruandas Flagge Ruanda

Viele Kinder in Ruanda spielen gerne Fußball. [ © configmanager / CC BY 2.0 ]
Fußball, Ruanda

Fußball ist in Ruanda sehr beliebt

Auch wenn viele Kinder in Ruanda ein anderes Leben führen als Kinder hier in Deutschland und in Europa, so haben sie oftmals ganz ähnliche Interessen. So steht Fußball beim Sport an erster Stelle. Ruandische Kinder kicken gerne, denn Fußball spielen kannst du dort auf dem Land fast überall. Doch teure Lederfußbälle gibt es nicht, sondern die Kinder basteln sich oft einen Fußball, indem sie aus Plastikabfällen einen Ball zusammenbinden. Aber wie bastelt man einen Fußball selbst? Schau doch einfach bei den Mitmachtips hier in Ruanda nach und versuche es selbst mal.

Wie wohnen Kinder in Ruanda?

Das ist ein einfaches Haus auf dem Land in Ruanda. [ © Joachim Huber / CC BY-SA 2.0 ]
einfaches Haus, Ruanda, Land

Viele Kinder leben in Ruanda auf dem Land, oft auf kleinen Höfen. Die Hütten, in denen die Kinder mit ihren Familien wohnen, sind meist rund und besitzen Wände aus Flechtwerk. Dieses wird mit Lehm abgedichtet. Das Dach erstellt man aus Gras, Schilfrohr oder Papyrus. Es sieht wie ein Kegel aus. Zum Wohnhaus gehören oft noch ein Stall für die Tiere und ein Gebäude, in dem die Vorräte gelagert werden können. Viele ruandische Familien versorgen sich selbst.

Doch leben nicht alle Ruander in solchen Hütten. Manche Häuser sind schon moderner, werden im Rechteck gebaut und mit Ziegeln abgedeckt. In den Städten ähneln die Häuser unseren Häusern, das sind dann auch mehrstöckige Gebäude. In manchen Stadtteilen gibt es aber noch keine Wasserversorgung und auch keine Toiletten. Die Stromversorgung ist in Ruanda noch sehr schlecht.

In der Großstadt siehst du auch viele Frauen in den Straßen. Trotzdem sollen sich Frauen eigentlich nicht so in der Öffentlichkeit zeigen. [ © Fanny Schertzer / CC BY-SA 3.0 ]
Frauen, Kigali

Familie in Ruanda

Viele Familien in Ruanda sind Großfamilien. So wird es den Kindern nie langweilig. Wenn sie auch nicht viele Spielsachen haben, so haben sie eines fast immer: Spielkameraden. Und die sind ja eigentlich sehr viel wichtiger.

Das Ansehen der Frauen wächst mit der Zahl der Kinder. Sie müssen auch die Hauptarbeit leisten. Sie pflanzen die Nahrung an, kochen und versorgen die Kinder. Frauen sind in der Öffentlichkeit gar nicht so gerne gesehen, sie sollen im Bereich der Familie bleiben. Trotzdem ist es so, dass im ruandischen Parlament sehr viel mehr Frauen sitzen als in allen Ländern der Welt.

Ein Kehrtag in Afrika?

Alte und neue Besen kehren gut und am Umuganda Day kommen sie zum Einsatz. [ © Quelle: pixabay.com ]
Besen

Eine Besonderheit in Ruanda ist der Umuganda Day, der an jedem letzten Samstag des Jahres stattfindet. An diesem Tag sorgen die Ruander für Ordnung und Sauberkeit. So werden Straßen ausgebessert, Bäume angepflanzt und überhaupt viel für die Reinlichkeit der Orte getan. Doch es geht hierbei nicht nur um Sauberkeit, dieser Tag gilt auch der Verständigung zwischen den Völkern.

So kommen verschiedene Menschen zusammen, die sonst gar nicht so viel miteinander zu tun haben und widmen sich gemeinsam einem Ziel, wobei sie sich auch besser kennenlernen. Vor allem die jungen Menschen sollen mit diesem Tag angesprochen werden. Auch der Präsident hilft mit. Freiwillig ist dieser Tag nicht, wer schwänzt und nichts tut, muss eine Strafe zahlen. Es kann natürlich sein, dass nicht alle Ruander so begeistert von dieser Sitte sind.

Waren auf dem Kopf und Verbot für Plastiktüten

Wer so einkaufen geht, braucht keine Plastiktüten. [ © Dave Proffer / CC BY 2.0 ]
Waren auf Kopf, Ruanda

Viele Waren müssen in Ruanda transportiert werden und oftmals übernehmen das die Frauen. Da es sehr viel unpraktischer ist, sich dies alles unter den Arm zu klemmen, balancieren die Menschen dort die Waren in Körben auf dem Kopf. Das braucht schon etwas Übung. Du kannst es selbst ganz einfach mal ausprobieren.

Wer so einkauft, braucht auch keine Plastiktüten mehr. Übrigens sind Plastiktüten in Ruanda verboten, eine gute Idee, denn dort ist es sehr viel sauberer als in anderen Ländern Afrikas.

letzte Aktualisierung am 07.01.2021