Libyen - Typisch Libyen?!
Was ist typisch für Libyen?
Die Lage in Nordafrika und die Wüste, die einen großen Teil des Landes einnimmt, bestimmen mit, was typisch ist für Libyen. Dazu kann man zum Beispiel auch die Oasen zählen.
Dazu kommen Traditionen, die vom Islam und von den Arabern bzw. Berbern geprägt wurden. Gesetze und Feiertage etwa beruhen auf dem Islam, der auch den Alltag der Menschen bestimmt. Man sieht darum auch viele Moscheen. Allgegenwärtig ist auch das Arabische, denn in der Amtssprache findet man Straßenschilder und Wegweiser, aber auch Werbetafeln oder sonstige Hinweise.
Natürlich gibt es auch typisches Essen.
Musik in Libyen
Die libysche Musik ist von arabisch-andalusischen Traditionen, der osmanischen Herrschaft sowie Berber-Kulturen geprägt. Verschiedene Formen arabischer Musik werden gewrne gehört. Darunter ist vor allem die andalusische Musik, die hier Malouf genannt wird. Ihre Ursprünge lassen sich auf die muslimische Kultur in Al-Andalus zurückführen, also im Reich der Mauren auf der Iberischen Halbinsel. Von dort gelangte sie nach der Reconquista durch muslimische Flüchtlinge nach Nordafrika.
Chaabi ist eine beliebte Volksmusik. Typisch für sie sind lebhafte Rhythmen und Gesang im Wechselspiel zwischen Vorsänger und Chor aus, die das Publikum zum Mitmachen einladen. Dazu wird auch oft getanzt. Die Texte sollen unterhalten, erzählen aber auch Geschichten.
Typische Musikinstrumente in Libyen sind die Zokra (ein Dudelsack), Flöten (aus Bambus), Tamburine, die Oud (eine bundlose Laute) und die Darbuka, eine kelchförmige Trommel, die seitlich gehalten und mit den Fingern gespielt wird.
Klatschen ist in der libyschen Volksmusik weit verbreitet. Typisch ist auch das Huda: ein Lied der Kameltreiber, dessen Rhythmus den Gang eines Kamels nachahmen soll. Dann gibt es noch die Ululation: Frauen stoßen bei Festen einen hohen, trillernden Laut aus.
Feste und Feiern in Libyen
In Libyen feiert man sowohl islamische Feste als auch staatliche Feiertage. Zu den wichtigsten islamischen Feiertagen gehören das Fest des Fastenbrechens zum Ende des Ramadan, das viertägige Opferfest und das islamische Neujahrsfest. Diese Feste verschieben sich jedes Jahr um rund 11 Tage, weil sie nach dem islamischen Mondkalender berechnet werden.
Zu den staatlichen Feiertagen in Libyen zählen neben dem Tag der Arbeit (1. Mai) auch mehrere Tage, an denen man geschichtlicher Ereignisse gedenkt. So ist der 17. Februar der Tag der libyschen Revolution, als Gaddafis Herrschaft zu bröckeln begann. Dem Ende seiner Herrschaft gedenkt man am 23. Oktober. Der 24. Dezember markiert den Beginn der Unabhängigkeit von Italien (1951). Der 16. September ist der Tag der Märtyrer. An ihm denkt man an die Libyer, die unter der italienischen Herrschaft getötet wurden.
An unterschiedlichen Orten werden außerdem Feste gefeiert wie das Frühlingsfest in Nalut. Es ist ein Berberfest in der Stadt Nalut im Nordwesten von Libyen. Musik, Tänze und Handwerk der Berber werden hier gezeigt. Kamelrennen kann man zum Beispiel beim Ghat-Festival erleben. Es findet Ende Dezember in dem Tuareg-Ort Ghat statt. Noch davor wird im Herbst in Ghadames ein weiteres Festival gefeiert. Auch hier gibt es Kamelrennen, Musik und Tänze.
