Libyen - Alltag in Libyen
Wie lebt es sich in Libyen?
In Libyen spricht man Arabisch. Auch die Schilder sind natürlich auf Arabisch. Das liest man übrigens von rechts nach links! Wenn du in Libyen wohnen würdest, wäre das ganz normal für dich. Zum Einkaufen würdest du ins Marktviertel gehen, in den Souk, oder in einen kleinen Laden. Dort bezahlt man dann mit Dinar.
Libysche Kinder gehören wie ihre Eltern fast alle dem Islam an. Auch das prägt den Alltag. So isst man zum Beispiel kein Schweinefleisch. Im Fastenmonat Ramadan darf man tagsüber gar nichts essen und trinken, sondern erst nach Sonnenuntergang. Allerdings gilt das nicht für Kinder. Was sie gerne essen, erfährst du unter Essen in Libyen! In Libyen ist es erlaubt, dass ein Mann mehr als eine Ehefrau hat.
Die Kleidung, die die Menschen tragen, ist ganz unterschiedlich. So sieht man vor allem in den größeren Städten Männer, Frauen und Kinder in westlicher Kleidung. Frauen tragen mehr als bei uns gerne Kleider und Röcke. Auf dem Land sieht man häufiger noch traditionelle Kleidung. Aber auch zu Festen und Feiern zieht man gerne Tracht an.
Alltag im Bürgerkrieg
In vielen Jahren hat vor allem eins den Alltag bestimmt: der Bürgerkrieg. 2011 und dann erneut ab 2014 kam es zu viel Gewalt im Land. Der Bürgerkrieg ist inzwischen beendet, aber mehrere Gruppen kämpfen noch immer um die Macht. Teilweise waren alle Schulen geschlossen. Viele Libyer sind geflohen. Es gibt noch immer viele Flüchtlingslager in Libyen. Hier leben vor allem Menschen aus dem Sudan, die vor dem Krieg dort geflohen sind.
Die politische Unsicherheit hat bis heute großen Einfluss auf das Leben vieler Libyer. Wirtschaftlich gibt es auch Probleme. Obwohl Libyen reich an Erdöl ist, haben nicht alle Menschen gute Lebensbedingungen.
Oft kommt es zu Ausfällen beim Strom. Und auch die Wasserversorgung ist nicht überall gut. Es haben auch nicht alle die Möglichkeit zu einem Arzt zu gehen, wenn sie krank werden.
Leben in Libyen