Lesothos Flagge Lesotho

So sieht die Währung in Lesotho aus. [ © Galak76 / CC BY-SA 3.0 ]
Maloti, Lesotho

Währungsunion mit Südafrika

Lesothos Wirtschaft ist stark vom Nachbarland Südafrika abhängig. Mit Südafrika (sowie Swasiland und Namibia) besteht auch eine Währungsunion, was bedeutet, dass die Währungen der Länder aneinander gekoppelt sind. Die Währung von Lesotho heißt Loti. Sie steht somit in Abhängigkeit zum südafrikanischen Rand. Viele Einwohner Lesothos gehen als Arbeiter nach Südafrika und arbeiten dort vornehmlich in den Minen des Landes.

Viele Menschen leben von der Landwirtschaft

Wer im Land bleibt, lebt oft von der Landwirtschaft. Angebaut werden Mais, Hirse, Weizen und Hülsenfrüchte. Auf den Hochebenen des Landes gibt es vor allem Viehwirtschaft. Hier werden in erster Linie Schafe und Ziegen gehalten, deren Wolle exportiert wird. Ansonsten kann sich die Bevölkerung kaum selbst ernähren. Die Wolle der Tiere wird dann zum Beispiel zu Decken verarbeitet. Ein bisschen Geld lässt sich damit auch verdienen.

Hier siehst du eine Farm in Lesotho.[ © K. Kendall / CC BY-SA 2.0 ]
Farm, Lesotho
Pferde werden in Lesotho gehalten und gezüchtet. [ © Henri Bergius / CC BY-SA 2.0 ]
Pferd, Lesotho
Die Wasserkraft gewinnt in Lesotho immer mehr an Bedeutung. [ © Christian Wörtz / CC BY-SA 2.5 ]
Damm, Wasserkraft, Lesotho

Wasserkraft und Einfuhren

An Bedeutung gewinnen die großen Wasservorkommen des Landes. Das Wasser Lesothos wird nach Südafrika gepumpt, um dort die Leute zu versorgen. Durch das Lesotho Highlands Water Project kommt seit 1998 Geld ins Land. Dieses Projekt wird immer weiter ausgebaut. Doch solche Projekte sind nicht unumstritten, nehmen sie doch der einheimischen Bevölkerung das Wasser.

Viele wichtige Produkte, die man zum Leben braucht, müssen nach Lesotho eingeführt werden, auch viele Lebensmittel. Die meisten Produkte stammen aus Südafrika. Lesotho führt wesentlich mehr ins Land ein als aus. Das ist für das kleine und sehr arme Land ein Problem.

Diese Textilfabrik in Lesotho gehört einem Chinesen.[ © K. Kendall / CC BY-2.0 ]
Textilfabrik in Lesotho

Diamanten und Textilien

Lesotho verfügt kaum über Bodenschätze. Einzige Ausnahme sind Diamanten. Sie werden abgebaut.

Außerdem finden sich einige Textilfabriken, die Stoffe aus dem asiatischen Raum einführen, diese verarbeiten und dann zum Beispiel in Europa verkaufen. Lesotho versucht, anders als in Asien, den Arbeitern bessere Arbeitsbedingungen anzubieten. So sind die Standards höher als bei der asiatischen Konkurrenz, zum Beispiel in Bangladesch (vergleiche auch Alltag in Lesotho).

Die wunderschöne Natur Lesothos soll in Zukunft weit mehr Touristen ins Land locken. [ © Jacovt1 / CC BY-SA 3.0 ]
Schnee, Berge, Lesotho

Tourismus in Lesotho

Lesotho versucht seit einigen Jahren verstärkt Touristen zu gewinnen. Doch bisher gab es zu wenige Straßen und Verkehrsmittel im Land und zu wenige Möglichkeiten für Touristen, obwohl Lesotho sehr viel Natur zu bieten hat.

Hieran soll in Zukunft einiges geändert werden, damit mehr Touristen kommen und für die Bevölkerung eine zusätzliche Einnahmequelle entsteht. In den Bergen kann man reiten oder wandern. Sogar ein Skigebiet hat man mittlerweile erschlossen.

letzte Aktualisierung am 04.01.2021