Lesotho
Währungsunion mit Südafrika
Lesothos Wirtschaft ist stark vom Nachbarland Südafrika abhängig. Zusammen mit Südafrika, Eswatini und Namibia bildet Lesotho eine Währungsunion, was bedeutet, dass die Währungen der Länder aneinander gekoppelt sind. Die Währung Lesothos heißt Loti und ist fest an den südafrikanischen Rand gebunden. Viele Menschen aus Lesotho arbeiten in Südafrika, vor allem in den Gold- und Diamantenminen.
Viele Menschen leben von der Landwirtschaft
Viele Menschen in Lesotho leben von der Landwirtschaft. Sie bauen hauptsächlich Mais, Hirse, Weizen und verschiedene Hülsenfrüchte an. Auf den Hochebenen betreiben die Menschen vor allem Viehwirtschaft. Dort werden vor allem Schafe und Ziegen gehalten. Die Wolle dieser Tiere wird gesammelt und exportiert oder zur Herstellung von Decken und anderen Textilien verwendet. Trotzdem reicht die Landwirtschaft oft nicht aus, um die Bevölkerung vollständig zu ernähren.
Wasserkraft und Einfuhren
Die großen Wasservorkommen Lesothos gewinnen immer mehr an Bedeutung. Das Wasser wird nach Südafrikagepumpt, um dort die Bevölkerung zu versorgen. Das Lesotho Highlands Water Project, das 1998 begann, bringt dem Land Einnahmen und wird stetig ausgebaut.
Solche Projekte sind jedoch nicht unumstritten, da sie der einheimischen Bevölkerung oft das Wasser entziehen.
Viele wichtige Produkte, die zum Leben gebraucht werden, müssen nach Lesotho importiert werden, darunter auch viele Lebensmittel. Die meisten davon kommen aus Südafrika. Lesotho importiert deutlich mehr, als es exportiert, was für das kleine und arme Land eine große Herausforderung darstellt.
Diamanten und Textilien
Lesotho verfügt kaum über Bodenschätze. Einzige Ausnahme sind Diamanten. Sie werden abgebaut.
Außerdem finden sich einige Textilfabriken, die Stoffe aus dem asiatischen Raum einführen, diese verarbeiten und dann zum Beispiel in Europa verkaufen. Lesotho versucht, anders als in Asien, den Arbeitern bessere Arbeitsbedingungen anzubieten. So sind die Standards höher als bei der asiatischen Konkurrenz, zum Beispiel in Bangladesch (vergleiche auch Alltag in Lesotho).
Tourismus in Lesotho
Lesotho versucht seit einigen Jahren, mehr Touristen anzuziehen. Bisher gab es jedoch zu wenige Straßen und Verkehrsmittel sowie zu wenige Angebote für Besucher, obwohl das Land viel Natur zu bieten hat.
Das soll sich in Zukunft ändern, damit mehr Touristen kommen und für die Bevölkerung zusätzliche Einnahmen entstehen. In den Bergen kann man reiten, wandern oder sogar Skifahren — denn mittlerweile gibt es in Lesotho ein kleines Skigebiet.