Kenias Flagge Kenia

Hier wirfst von oben einen Blick auf Kibera, den größten Slum von Nairobi, der Hauptstadt Kenias. [ © Schreibkraft / CC BY-SA 3.0 ]
Kibera, Slum

Was ist Kibera?

Kibera heißt einer der größten Slums in Afrika. Hier leben eine Million Menschen auf 250 Hektar. Damit ist dieser Slum auch einer der größten Slums der Welt. Jeder Tag bedeutet erneut Kampf ums Überleben. Die Menschen verfügen weder über sauberes Wasser noch über Toiletten oder gar Badezimmer. Es gibt keine Ärzte und keine Bildung. Das Leben im Slum ist gefährlich, überall kann etwas passieren. Die Wege sind am Abend nicht beleuchtet.

In den Slums leben auch viele Kinder. Können die Eltern sie nicht mehr versorgen, landen sie als Straßenkinder auf der Straße.[ © hris1johnson / CC BY 2.0 ]
Slum, Kinder, Kenia
Müllberge gibt es auch direkt in den Slums. [ © Colin Crowley / CC BY 2.0 ]
Slum, Kibera, Nairobi
Straßenkinder werden oftmals auch verjagt und können nirgendwo bleiben. [ © Trocaire / CC BY 2.0 ]
Kind, Slum, Kibera
Es gibt Hilfsprojekte, die sich auch um die Kinder kümmern. So können sie zur Schule gehen und werden medizinisch versorgt. [ © D. Willetts, UNESCO / CC BY-SA 3.0 IGO ]

Straßenkinder in Kenia

Aids und Armut sind die Gründe dafür, dass in Kenia immer mehr Kinder auf der Straße leben müssen. Über Aids wird auch in Kenia oft nicht gesprochen. Wenn ihre Eltern gestorben sind, müssen viele Kinder für sich selbst sorgen. Mit Glück finden sie bei den Großeltern oder Verwandten Unterschlupf.

Doch das ist nicht vielen Kindern vergönnt. Sie sind auf sich allein gestellt. Oft genug müssen sie betteln. Doch nur wenige Menschen geben etwas. Viele Kinder schnüffeln Klebstoff. Das wirkt wie eine Droge und ist billig. Die Kinder vergessen ihre Probleme und haben weniger Hunger. Dieses Schnüffeln ist für Kinder sehr gefährlich, denn es zerstört auf Dauer die Gehirnzellen und macht sie sehr krank. Doch für viele Kinder ist das die einzige Möglichkeit, wie sie ihr Schicksal ein wenig vergessen können.

Arbeit auf dem Müll

Viele Kinder verdienen ihr Geld, indem sie Reste aus dem Müll heraussuchen. Doch überall lauern Krankheitsgefahren, denn das Leben auf dem Müll ist gefährlich. Überall gibt es Scherben und giftige Dämpfe. Alles, was die Kinder gesammelt haben, bringen sie zum Altwarenhändler. Doch da bekommen sie oftmals nur wenige Cent für das Eingesammelte. Doch besser als gar nichts, denken viele.

Die Kinder werden weggejagt

Supermärkte dürfen Straßenkinder nicht betreten. Überall, wo sie hingehen, werden die Kinder weggejagt. Viele Menschen denken nichts Gutes über Straßenkinder. Doch ohne Arbeit verdienen die Kinder nichts, können kein Essen kaufen und hungern. Manchmal erhalten sie Abfälle aus den Restaurants oder aufgerissene Lebensmittel aus den Supermärkten. Diese kochen sie dann. Als Kochtopf muss oft eine einfache Dose herhalten. Gegessen wird dann aus Plastiktüten, denn Geschirr gibt es nicht.

Das Leben auf der Straße ist ungesetzlich

Das Straßenleben ist illegal. Die Polizei kann die Kinder jederzeit aufgreifen und in den Jugendarrest, also ins Gefängnis, stecken. Es gibt einen "Landstreicherparagraphen", niemand darf danach einfach so herumlungern. Doch was sollen die Straßenkinder tun?

Spielen hat in ihrem Alltag fast keinen Platz. Nur manchmal spielen sie vielleicht auf den Bolzplätzen Fußball. Spielsachen haben sie ja keine. Ein Ball ist schon Luxusgut. Doch wenn sie spielen, können sie kein Geld verdienen.

Projekte für Straßenkinder und Kinder aus dem Slums

Doch es gibt Projekte, die den Straßenkindern helfen wollen. So entstehen Kinderheime, in denen Kinder auch ein Zuhause finden können. Sie bekommen zu essen, eine Schulausbildung und eine kostenlose medizinische Versorgung. Viele Kinder haben Hautkrankheiten. Dagegen brauchen sie Medikamente. Oftmals sind die Kinder fehl- oder mangelernährt.

Ausweise für Straßenkinder

In manchen Städten erhalten die Jugendlichen mit 18 Jahren einen Personalausweis. Das ist etwas Besonders, denn viele Erwachsene haben gar keinen Ausweis. Mit einem Ausweis können sie nun zumindest kleine Jobs machen und so ihren Lebensunterhalt verdienen.

letzte Aktualisierung am 14.05.2020