Kameruns Flagge Kamerun

Die Ekom-Wasserfälle befinden sich im Südwesten von Kamerun. Rundum wächst tropischer Regenwald.[ © Razdagger / CC BY-SA 3.0 ]
Ekom-Wasserfälle und Regenwald in Kamerun

Kameruns Natur

Während der Süden von Kamerun noch immer in weiten Teilen von tropischem Regenwald bedeckt ist, wächst im trockenen Norden eine Savannenlandschaft. Diese unterschiedlichen Landschaften sind der Lebensraum einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Hinzu kommen als Lebensraum Flüsse und Seen sowie der Küstenabschnitt im Südwesten. Dort gibt es auch Mangrovensümpfe.

In Kamerun gibt es auch eine Vielzahl an Arten, die nur hier vorkommen. Man nennt sie endemische Arten. Besonders viele endemische Arten leben in den Bakossi-Bergen im Südwesten.

Welche Tiere leben in Kamerun?

Elefanten leben im Waza-Nationalpark im trockenen Norden Kameruns. [ © Amcaja / CC SA 1.0 ]
Der Bongo gehört zu den Antilopen. Er lebt im dichten Regenwald.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Bongo

Insgesamt hat man in Kamerun mehr als 400 Säugetiere gezählt, 250 Reptilien (Kriechtiere), 200 Amphibien und mehr als 900 Vogelarten, darunter 150 Zugvögel. Es gibt viele endemische Arten, also Arten, die nur in Kamerun vorkommen.

In der Savanne im Norden leben Elefanten, Giraffen, Löwen, Leoparden, Tüpfelhyänen, Büffel, Nashörner und Antilopen. Überwiegend kommen sie aber nur noch in den eigens für die Tiere eingerichteten Schutzgebieten vor. Auch die Riesen-Elenantilope gehört dazu. Sie kommt in ganz Afrika nur noch in drei Gebieten vor, dazu gehört der Bénoué-Nationalpark in Kamerun. Ein Affe, der die Savanne als Lebensraum bewohnt, ist der Husarenaffe.

Eine andere Tierwelt ist im tropischen Regenwald zu Hause. Hier leben eine ganze Reihe von Affen wie Gorillas, Schimpansen, Mandrills und Meerkatzen. Der Preuss-Stummelaffe lebt nur noch im westlichen Kamerun. Im Südosten ist der Bongo unterwegs. Das ist eine Antilopenart. Er trägt weiße Streifen auf seinem Fell. Ein weiterer Bewohner ist das Riesenwaldschwein. Es wird mehr als zwei Meter lang! Auch Schlangen leben im Regenwald, zum Beispiel die Grüne Buschviper und der Felsenpython. Weiterhin findet man Langschwanzschuppentiere.

In den Flüssen leben nicht nur zahlreiche Fische, sondern auch Krokodile, darunter das Nilkrokodil und das Panzerkrokodil. Im Atlantik vor Kameruns Küste leben mehrere Arten von Walen und von Meeresschildkröten. Drei Arten, darunter die Lederschildkröte, legen ihre Eier an Kameruns Stränden ab.

Da sitzt eine Nördliche Zwergmeerkatze![ © Earwig ]
Im Norden von Kamerun wächst Gras. Dazwischen stehen einzelne Bäume, die mit der Trockenheit zurechtkommen.[ © Dirk.heldmaier / CC BY-SA 3.0 ]
Elefanten im Waza-Nationalpark

Was wächst in Kamerun?

In der trockenen Savannenlandschaft des Nordens wachsen vor allem Gräser und kleine Sträucher. Dazwischen stehen vereinzelt Bäume.

Im tropischen Regenwald der südlichen Landeshälfte wächst üppiger Regenwald. Mahagoni- und Ebenholzbäume gehören zu den Bäumen, die hier weit in die Höhe wachsen. Moose und Flechten gehören wie Bromelien und Orchideen zu den weiteren Pflanzen. Auch Bambuswälder gibt es in Kamerun.

An der Küste gibt es Mangrovensümpfe. Hier bieten Rote, Schwarze und Weiße Mangroven Tieren wie Austern und Krabben, aber auch Wasservögeln, Wasserschildkröten oder dem Manati einen Lebensraum.

letzte Aktualisierung am 08.03.2018