Guyanas Flagge Guyana

Armut in Guyana

35 Prozent der Bevölkerung in Guyana gelten als arm. Das ist sehr viel. Guyana galt lange als eines der ärmsten Länder in Lateinamerika. Das hat sich zwar dank eines enormen Wirtschaftswachstums geändert. Doch arme Einwohner gibt es eben immer noch. Die Kinder in armen Familien haben oft nicht genug zu essen und kein Geld für Kleidung oder einen Arzt. Sie leben häufig in Elendsvierteln, zum Beispiel am Rande von Georgetown.

Obwohl die Wirtschaft wächst, spüren viele Einwohner also wenig davon: Die Lebenshaltungskosten steigen, Arbeitsplätze fehlen und der Reichtum verteilt sich kaum. Zudem holt Guyana Arbeitskräfte aus umliegenden Ländern, während ausländische Firmen die Ölförderung dominieren.

14 von 100 Kindern eines Jahrgangs besuchen die Grundschule nicht. Oft ist auch dafür Armut die Ursache. Der Schulbesuch in Guyana ist zwar kostenlos, doch die Eltern müssen ja trotzdem Schulhefte, Bücher und eine Schuluniform kaufen.

6 Prozent der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren gehen irgendeiner Art von Arbeit nach. Auch das ist ein Wert, der den der Nachbarländer übersteigt. Diese Kinder arbeiten als Kellner, auf Märkten, in Sägewerken, auf Fischerbooten, in Bergbauminen oder als Hausangestellte. Andere betteln oder verkaufen Waren auf der Straße oder an Ampeln. Mädchen werden zur Prostitution gezwungen.

letzte Aktualisierung am 26.03.2026