Ecuadors Flagge Ecuador

Armut in Ecuador - was bedeutet das für die Kinder?

In Ecuador leben 25 bis 30 Prozent der Menschen in Armut, 8 bis 10 Prozent sogar in extremer Armut. Die Zahlen schwanken, weil sich die Lage immer mal wieder ändert.

Das bringt natürlich auch für die Kinder dieser armen Familien große Probleme mit sich. Es gibt zu wenig zu essen oder es ist kein Geld da für Kleidung oder für Schulhefte und Stifte. Sie können ihren Kindergeburtstag nicht mit einer Piñata feiern.

Besonders stark von Armut betroffen sind die Indigenen auf dem Land sowie die Menschen, die in die Städte ziehen und keine Arbeit haben. Am Stadtrand entstehen dann Elendsviertel. Sie heißen in Ecuador Invasiones.

Auch Kinderarbeit war lange ein Problem in Ecuador. Inzwischen gibt es offiziell keine Kinderarbeit mehr. Viele dieser Kinder gingen nicht zur Schule. Andere arbeiteten vor und nach der Schule. Viele halfen ihren Eltern, sie arbeiteten auf dem Feld oder hüteten das Vieh, sammelten Feuerholz oder erledigten Hausarbeiten. Es gab Kinder, die als Schuhputzer schufteten oder sie schleppten Steine auf Baustellen. Früher gab es auch viele Kinder, die auf Müllkippen nach Verwertbarem suchten. Das ist zum Glück vorbei.

Es gibt auch Straßenkinder. Sie sind von zu Hause weggelaufen, weil sie dort verprügelt wurden und schlafen nun unter Brücken oder in Hauseingängen. Sie versuchen irgendwie zu überleben, sie betteln oder stehlen.

Warum gibt es Armut in Ecuador?

Es gibt viele Gründe, warum es immer noch so viel Armut in Ecuador gibt. So gibt es viele Jobs, die schlecht bezahlt werden. Viele Menschen haben zwar Arbeit, aber zu wenig Einkommen. Immer wieder gibt es wirtschaftliche Krisen. Ecuador ist abhängig von Rohstoffen wie Erdöl. Wenn der Ölpreis fällt, trifft das das ganze Land. Städte wie Quito oder Guayaquil sind besser entwickelt, während ländliche Gebiete oft vernachlässigt sind. Oft fehlt es auch an Infrastruktur. Schulen, Krankenhäuser oder sichere Straßen fehlen in vielen Dörfern.

Zwischen 2010 und 2017 hatte sich die Lage etwas verbessert. Die Wirtschaft lief besser und die Löhne waren höher. Doch in den letzten Jahren gab es wieder mehr Probleme.

letzte Aktualisierung am 24.03.2026