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Schulklasse in Ecuador[ © Quelle: pixabay.com ]
Schulklasse in Ecuador

Schule in Ecuador

Kinder in Ecuador haben eine Schulpflicht von neun Jahren. Allerdings wird das längst nicht immer eingehalten – viele Kinder verlassen die Schule schon vorher. Immerhin werden aber 97 Prozent der Kinder eingeschult. Das heißt also: 3 Prozent der Kinder werden nicht eingeschult. Manchmal sind die Eltern so arm, dass sie nicht einmal Schulhefte kaufen können oder die Schule ist zu weit weg. Im Vergleich mit anderen Ländern Lateinamerikas liegt dieser Wert allerdings sehr niedrig. 74 Prozent gehen immerhin auch in die weiterführende Schule.

Schülerinnen in ihrer Schuluniform[ © Quelle: pixabay.com ]
Schülerinnen in Ecuador

Die Einschulung erfolgt mit 5 Jahren. Die Grundschule umfasst eine einjährige Vorbereitung und anschließende drei Jahre. Nach der Grundschule geht es in die weiterführende Schule, das Colegio. Es umfasst zwei Zyklen von je drei Jahren (5. - 7. Klasse und 8. - 10. Klasse). Nach der 10. Klasse kann man seinen Abschluss machen. Wer noch weitere drei Jahre zur Schule geht, kann sein Abitur (Bachillerato) ablegen und dann studieren.

Noten werden in Ecuador von 1 bis 10 vergeben. 10 ist die Bestnote, eine 1 die schlechteste. Um eine Schularbeit zu bestehen, braucht man mindestens eine 7. Unterrichtet wird auf Spanisch. In den Anden wird aber auch Kichwa unterrichtet, die alte Indio-Sprache. Ansonsten ist Englisch meist die erste Fremdsprache. Alle Kinder tragen Schuluniformen.

Vorschüler in Guayaquil[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Vorschüler in Guayaquil

Aufgeteilt ist das Schuljahr in zwei Halbjahre, die man hier Quimester nennt (jeweils fünf Monate lang, dazu kommen die Ferien von zwei Monaten im Jahr). Am Ende eines jeden Halbjahres gibt es ein Zeugnis.

Die Schule beginnt zwischen 7 und 8 Uhr morgens. In den meisten Schulen geht es los mit dem Morgenappell, bei dem alle auf dem Schulhof singen oder marschieren. Montags wird die Nationalhymne gesungen. Der Unterricht endet in den meisten Schulen um 14 Uhr.

Eine weiterführende Schule in Quito[ © Ciencia1.com / CC BY-SA 3.0 ]
Schule in Quito

Es gibt übrigens zwei Schulsysteme, das der Küste und das der Berge (Sierra). Sie unterscheiden sich in manchen Dingen. So beginnt das Schuljahr in den Bergen immer Ende September oder Anfang Oktober und dauert bis Mitte Juli des nächsten Jahres. Dann sind Ferien, wie bei uns im Juli/August. An der Küste aber beginnt das Schuljahr im April/Mai. Das erste Quimester geht bis September, dann gibt es zwei Wochen Ferien. Das zweite Quimester beginnt im Oktober und endet im Februar. März und April sind frei.

Wie die Schule aussieht und wie sie ausgestattet ist, hängt sehr davon ab, wo sie steht! Denn in den Bergen gibt es oft nur kleine Schulen. Die Schüler haben weite Wege, um dorthin zu kommen. In einem Klassenraum sind dann mehrere Klassen untergebracht. Es gibt nach drei Unterrichtsstunden eine Pause von einer halben Stunde, dann folgen weitere drei Stunden Unterricht. Mittags gibt es in den Grundschulen üblicherweise ein Essen, danach gehen alle nach Hause.

letzte Aktualisierung am 14.03.2017