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Warum arbeiten manche Kinder in Ecuador?

[ © Idobi / CC BY-SA 2.5 ]
Die Elendsviertel ziehen sich häufig die Hänge hoch, wie hier in Guayaquil.[ © Michael Shick / CC BY 2.0 ]
Elendsviertel in Guayaquil

In Ecuador leben 25 Prozent der Menschen in Armut, 4 Prozent sogar in extremer Armut. Das bringt natürlich auch für die Kinder dieser armen Familien große Probleme mit sich. Es gibt zu wenig zu essen oder es ist kein Geld da für Kleidung oder für Schulhefte und Stifte. Besonders stark von Armut betroffen sind die Indios auf dem Land sowie die Menschen, die in die Städte ziehen und keine Arbeit haben. Am Stadtrand entstehen dann Elendsviertel. Sie heißen in Ecuador Invasiones.

Auch Kinderarbeit ist ein Problem. 3 Prozent der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten. Etwa 40 Prozent von ihnen gehen nicht zur Schule. Die anderen arbeiten vor und nach der Schule. Viele helfen ihren Eltern, sie arbeiten auf dem Feld oder hüten das Vieh, sammeln Feuerholz oder erledigen Hausarbeiten. Es gibt Kinder, die als Schuhputzer schuften oder sie schleppen Steine auf Baustellen.

Immerhin gibt es Anstrengungen von Seiten des Staates, Kinderarbeit zu verbieten. Früher gab es auch viele Kinder, die auf Müllkippen nach Verwertbarem suchten. Das ist inzwischen kaum noch zu sehen. Bis 2020 will man Kinderarbeit ganz abschaffen.

Es gibt auch Straßenkinder. Sie sind von zu Hause weggelaufen, weil sie dort verprügelt wurden und schlafen nun unter Brücken oder in Hauseingängen. Auch sie jobben, um überleben zu können, oder sie betteln oder stehlen.

letzte Aktualisierung am 05.12.2017