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Schule in Bolivien

In Bolivien werden die Kinder mit sechs Jahren eingeschult. Die Grundschule umfasst sechs Jahre. Anschließend geht es in die weiterführende Schule (Sekundarstufe). Auch diese wird sechs Jahre lang besucht.

Die Schüler und Schülerinnen tragen eine Schuluniform. In einer Klasse sind meistens 30 bis 40 Kinder. Noten gibt es in Bolivien auch. Allerdings werden sie in Punkten von 0 bis 100 ausgedrückt. Wer 91 bis 100 Punkte erreicht, erhält ein "Sehr gut", das wäre also wie eine Eins bei uns. Man benötigt mindestens 50 Punkte, um einen Test zu bestehen.

96 Prozent der Kinder in Bolivien werden eingeschult. 4 von 100 Kindern gehen also nicht zur Schule. Häufig liegt das daran, dass diese Kinder arbeiten müssen (siehe Kinder in Armut). Auf dem Land fehlt es zudem manchmal an Schulen. So ist der Schulweg für manche Kinder viel zu weit. Immerhin ist die Zahl der Kinder, die nicht in die Schule gehen, gesunken. 99 von 100 Kindern, die eingeschult werden, beenden die Grundschule immerhin auch.
 

Unterricht in welcher Sprache?

Ein anderes Problem ist, dass in vielen Schulen in Bolivien nur auf Spanisch unterrichtet wird. Kinder aus indigenen Familien haben aber mit 6 Jahren zum Beispiel nur Aymara oder Quechua gesprochen und können dem Unterricht nicht folgen. Solche Kinder werden vielleicht eingeschult, geben dann aber schnell auf und verlassen die Schule wieder. Allerdings gibt es immer mehr Schulen, in denen zweisprachig unterrichtet wird. So fühlen sich die Schulanfänger nicht ganz so verloren.

Ein Programm von 2013 sieht vor, dass die Lehrer eine der meistgesprochenen indigenen Sprachen beherrschen (das heißt Aymara oder Quechua) und außerdem eine weitere Fremdsprache unterrichten können (das wird vor allem Englisch sein).

letzte Aktualisierung am 17.03.2026