Trinidad und Tobagos Flagge Trinidad und Tobago

Was isst man in Trinidad und Tobago?

Auf dem Markt gibt es zum Besipiel Yams, Süßkartoffeln und Kochbananen zu kaufen.[ © Grueslayer / CC BY-SA 4.0 ]
Marktstand in Trinidad

In Trinidad und Tobago haben verschiedene Regionen der Welt ihre Spuren auch in der Küche hinterlassen. Denn neben der ursprünglichen Bevölkerung der Arawak und Kariben kamen ja dann Europäer, Afrikaner und Inder auf die Inseln. Was man dort kocht, wie man dort kocht und welche Zutaten man nimmt, ist aber ja ganz unterschiedlich. Später kam noch Einfluss aus den USA dazu, wohin viele Trinidader auswanderten. Fast Food zum Beispiel ist im Land weit verbreitet.

Schon von den Arawak und Kariben verwendete Zutaten sind Maniok, Yams, Kochbananen, Mais, Melonen, Kürbis oder Chilis. Kocht man Maniokknollen aus und lässt den Saft eindicken, wird er zu Cassareep. Der ist wiederum die Grundlage für Pepperpot, ein Fleischeintopf.

Wrao aus indischem Roti-Brot, gefüllt mit Ziegencurry und Kartoffeln[ © Jason Lam / CC BY-SA 2.0 ]
Roti-Wrap in Trinidad

Viele Einflüsse

Ab dem 16. Jahrhundert kamen Europäer auf die Inseln. Spanier brachten Birnen und Orangen mit, Franzosen Kräuter wie Thymian und Basilikum und die Briten Tamarinde und Kohl. Ihre Vorliebe für Marmeladen findet sich ebenfalls noch heute im Land.

Rezepte aus ihrer Heimat brachten auch die Sklaven aus Afrika mit, die bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts ins Land gebracht wurden. Ab 1845 kamen dann indische Vertragsarbeiter. Indisches Brot wie Roti oder Currygerichte ist ihrem Einfluss zu verdanken.

 

 

Das sind Doubles aus Trinidad.[ © Grueslayer / CC BY-SA 3.0 ]
Doubles aus Trinidad

Buljol und Doubles zum Frühstück

Am liebsten essen die Trinidader Doubles zum Frühstück. Das sind zwei Teigfladen, auf die ein Kichererbsencurry kommt. Dazu gibt es noch Chutney, eine dicke Soße, deren Ursprung ebenfalls Indien ist. Doubles werden an Imbissbuden verkauft und unterwegs gegessen. Man kann sie nicht nur zum Frühstück, sondern auch tagsüber essen. Ein Rezept für Doubles findest du im Mitmachtipp!

Ebenfalls deftig am Morgen ist Buljol, ein Salat aus Kabeljau, Tomaten, Paprika und Zwiebeln. Sonntags frühstückte man früher gerne Trotter Souse, ein Eintopf mit Schweinefüßen. Heute ist er weniger verbreitet.

Callalou aus Trinidad[ © Grueslayer / CC BY-SA 4.0 ]
Callalou aus Trinidad

Beliebt: Callalou

Callalou ist das Nationalgericht von Trinidad und Tobago. Diese Suppe ist auch in anderen Karibikstaaten beliebt. Callalou ist zugleich die Hauptzutat, ein Blattgemüse. In Trinidad nimmt man Taroblätter dafür, außerdem kommen Okraschoten hinein und man kocht das ganze in Kokosmilch.

Suppen und Eintöpfe isst man überhaupt gern. Neben dem erwähnten Pepperpot gehört auch Brotfrucht-Oil-Down (mit Brotfrüchten) und Sancoche (mit Fleisch, Knollengemüse und Erbsen) dazu. Pelau ist ein Reisgericht, für das Fleisch in Zucker karamellisiert wird. Dazu kommen Straucherbsen oder Augenbohnen sowie Kokosmilch.

Bake & Shark aus Trinidad[ © Grueslayer / CC BY-SA 3.0 ]
Bake and Shark aus Trinidad

Imbiss

In Trinidad und Tobago gibt es eine ganze Reihe typischer Imbissgerichte. Neben den Doubles und Wraps aus Roti gehört dazu Bake and Shark. Bake ist ein Fladenbrot, Shark bedeutet Hai und ist tatsächlich frittierter Hai. Dazu kommen dann noch Gemüse wie Tomaten, Gurke und Salat sowie Würzsoßen. Insbesondere Green Seasoning ist beliebt, eine kalte Kräutersoße. Übrigens sind mehrere Haiarten durch Überfischung vor Trinidad in ihrem Bestand gefährdet.

Aloo Pie ist ein Imbissgericht aus Trinidad und Tobago. Es handelt sich um eine mit Kartoffelbrei gefüllte und frittierte Teigtasche. Nach dem Frittieren kann noch ein Brei aus Erbsen oder Kichererbsen sowie eine Würzsoße obendrauf gegeben werden. Aloo ist übrigens Hindi und bedeutet Kartoffel.[ © Jason Lam / CC BY-2.0 ]
letzte Aktualisierung am 20.04.2020