Portugal
Essen in Portugal
Was isst man gerne in Portugal? Die Lage am Meer und die Geschichte Portugals haben darauf großen Einfluss. So spielen Fisch und Meeresfrüchte eine große Rolle in der portugiesischen Küche. Dazu kommen Einflüsse aus der maurischen Herrschaft und aus den einstigen Kolonien in Brasilien und Afrika.
Olivenöl, Knoblauch und frische Kräuter werden gerne verwendet. Dazu kommen viel frisches Gemüse, Kartoffeln und Obst. Zum portugiesischen Essen gehören aber auch Käse und Brot.
Süßspeisen haben in Portugal ebenfalls eine lange Tradition. Neben den berühmten Pastéis de nata gibt es noch viele weitere Kuchen, die die Bäckereien und Cafés im Angebot haben.
Was ist das Nationalgericht von Portugal?
Zu den beliebtesten Essen in Portugal gehört der Fisch. Schließlich ist der Atlantik vor der Tür und die Fischer bringen täglich fangfrischen Fisch mit.
Besonders beliebt ist Trockenfisch, der Bacalhau. Dafür wird Kabeljau getrocknet sowie gesalzen. So wird er lange haltbar, während frischer Fisch ja sonst schnell verdirbt. Typisch für die portugiesische Zubereitung ist eine lange Trocknung von etwa 150 Tagen und die Verwendung von Meersalz.
Bacalhau gilt in Portugal als Nationalgericht. Ein Sprichwort besagt, dass es so viele Rezepte wie Tage im Jahr gibt, also 365. Man kann den Fisch roh essen oder man wässert ihn vor der Zubereitung. Man kann den Fisch dann grillen oder kochen, man kann ihn in Suppen, Salaten, Vor-, Haupt- und sogar in Nachspeisen verwenden!
Eine weitere Zubereitungsart ist die zu Pastel de Bacalhau. Das sind frittierte Bällchen oder Nocken, die also eine ovale Form haben. Dafür wird der getrocknete Kabeljau wieder gewässert, dann gekocht und zerrieben. Dazu kommen gestampfte Kartoffeln, Eier und Gewürze. Man kann sie auch noch mit Schafskäse füllen. Die Bällchen werden dann frittiert. Man kann sie als Snack essen, aber auch als Beilage oder als Vorspeisen.
Spezialitäten aus Portugal: Suppen
Sehr beliebt sind auch Suppen, die im Restaurant fast immer als erster Gang serviert werden. Eine Caldo Verde ist eine "grüne Brühe". Sie wird gerne im Norden gegessen und enthält neben Kartoffeln, Zwiebeln und Chouriço-Wurst fein geschnittene Blätter einer Kohlsorte, dem Markstammkohl.
Im Süden Portugals isst man hingegen gerne Gazpacho, eine kalte Suppe aus Tomaten, Gurken und anderen Gemüsesorten, die man auch in Spanien mag. Ebenfalls beliebt sind die Brotsuppe und die Feijoada, ein Bohneneintopf mit Fleisch. Nicht zu vergessen natürlich die portugiesische Fischsuppe!
Was gibt es noch zu essen in Portugal?
Auch Fleisch wird in Portugal gerne gegessen. Verwendet wird gerne Rindfleisch, Schweinefleisch und Lammfleisch. Steak mit Reis oder Pommes schmeckt den Portugiesen genauso gut wie Carne de porco com amêijoas. Dabei handelt es sich um Schweinefleisch mit Venusmuscheln.
Aber auch Hühnchen ist beliebt. Besonders gerne isst man es scharf gewürzt. Es heißt dann Huhn Piri-Piri. Man bekommt es zum Beispiel in einer Churrasqueira. So nennt man ein Lokal, in dem Fleisch über Holzkohle gegrillt wird. Das findet man übrigens auch gerne bei Fischlokalen: Direkt nebenan steht ein Grill, auf dem dann Seezungen oder andere Fische direkt vor den Augen der hungrigen Gäste gegrillt wird. Unten findest du Fotos davon!
Als Vorspeisen oder kleine Snacks mag man Petiscos gerne. Das können kleine gefüllte Teigtaschen sein, die Fischbällchen, Kartoffeln, Garnelen und vieles mehr.
Portugiesische Kuchen und Nachspeisen
Sehr gerne isst man in Portugal auch Süßes! Ein Gebäck im Café oder ein Nachtisch nach dem Hauptgang genießen die Portugiesen sehr. Rund 200 Süßspeisen zählen zu den traditionellen portugiesischen Kuchen und Desserts. Pastel bedeutet auf Portugiesisch Gebäck, die Mehrzahl heißt Pastéis.
Weltberühmt sind die Pastéis de nata. Das sind Törtchen aus Blätterteig, die mit einer Creme aus Eigelb, Zucker und Sahne gefüllt werden. Man bestreut sie noch mit Zimt oder Puderzucker. Schau in unser Mitmachrezept, dann kannst du sie nachbacken!
Blätterteig und Eigelb sind auch Bestandteil vieler anderer Süßspeisen, zum Beispiel der Pastéis de Tentúgal. Sie sind nach ihrem Herkunftsort benannt. Blätterteig wird dabei gefüllt mit einer Mischung aus Zucker und Eigelb. Es gibt sie in länglicher Form oder als Halbmonde.
Knusprig kommt das Pastel de feijão daher. Es wird gefüllt mit einer Marinebohnenmarmelade! Feijão bedeutet nämlich Bohne. Marinebohnen sind kleine, weiße Bohnen. Zucker, Eier und Mandeln sind weitere Zutaten.
Den Kuchen Bolo Rei isst man gerne zu Weihnachten. Weitere portugiesische Nachspeisen und Desserts findest du unten bei den Fotos.
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