Griechenland - Geflüchtete
Was ist ein Pushback?
Von einem Pushback spricht man, wenn Menschen an einer Grenze zurückgeschickt werden, ohne dass geprüft wird, ob sie Schutz oder Asyl brauchen. Solche Zurückweisungen können gegen internationales und europäisches Recht verstoßen.
Flüchtlinge in Griechenland – warum kommen Menschen hierher?
Griechenland liegt an einer wichtigen Route für Menschen, die über das Mittelmeer oder über die Türkei nach Europa fliehen. Viele kommen aus Ländern, in denen Krieg, Verfolgung oder große Unsicherheit herrschen.
Wer in Griechenland Schutz sucht, kann dort Asyl beantragen. Dann prüfen die griechischen Behörden, ob die Person als Flüchtling anerkannt wird und bleiben darf.
In den vergangenen Jahren kamen weniger Menschen nach Griechenland als während der großen Fluchtbewegung von 2015 und 2016. Trotzdem erreichen weiterhin jedes Jahr Zehntausende das Land. Viele leben zunächst in Aufnahmezentren auf Inseln oder auf dem Festland.
Dabei gibt es immer wieder Probleme. Manche Unterkünfte sind überfüllt, und Hilfsorganisationen berichten von Schwierigkeiten bei der medizinischen Versorgung, beim Schulbesuch von Kindern und bei den Asylverfahren.
Kritisiert wird Griechenland auch wegen sogenannter Pushbacks. Dabei werden Menschen an der Grenze zurückgeschickt, ohne dass ausreichend geprüft wird, ob sie Schutz brauchen. Solche Zurückweisungen können gegen europäisches und internationales Recht verstoßen.
Seit 2026 gelten neue gemeinsame Asylregeln in der Europäischen Union. Sie sollen die Verfahren verbessern und dafür sorgen, dass Länder an den EU-Außengrenzen wie Griechenland stärker von anderen EU-Staaten unterstützt werden.
