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Die Natur in Deutschland

Hier wachsen Fichten. Sie gehören zu den häufigsten Bäumen in Deutschland.[ © Quelle: pixabay.com ]
Fichten

32 Prozent der deutschen Landesfläche ist von Wald bedeckt. Die häufigsten Bäume sind Fichten, gefolgt von Kiefern, Rotbuchen und Eichen. Etwa 50 Prozent des Landes werden landwirtschaftlich genutzt. Hier gibt es also Felder und Weiden. Dort wachsen andere Pflanzen und leben andere Tiere als im Wald oder aber an Seen, Flüssen und Bächen.

Wieder andere sind zu finden in Mooren, in der Heide und auf den Bergen. Eine ganz eigene Tier- und Pflanzenwelt weisen die Alpen auf. Zum Schutz der Natur wurden zahlreiche Nationalparks und Naturschutzgebiete eingerichtet. 10.300 Pflanzenarten und 14.400 Pilzarten hat man in Deutschland im Jahr 2013 gezählt.

Dieser Schmetterling heißt Kleiner Fuchs. Er gehört mit Käfern, Spinnen, Libellen und vielen anderen zu den Insekten im Land.[ © Quelle: pixabay.com ]
Kleiner Fuchs

Welche Tiere leben in Deutschland?

48.000 Tierarten hat man in Deutschland gezählt. Davon sind 30.000 Insekten. Säugetiere kommen hingegen nur in 104 Arten vor, Vögel immerhin in 328. Amphibien leben in 21 Arten hier. Das sind Salamander, Kröten, Frösche, Molche und Unken. Reptilien gibt es in 14 Arten. Das sind Eidechsen, Schildkröten und Schlangen.

Leider sind viele Tierarten in Deutschland vom Aussterben bedroht. Sie stehen auf der "Roten Liste". Auf dieser sind Tiere vermerkt, die es nicht mehr so häufig gibt. Der Lebensraum dieser Tiere ist seit Jahrzehnten am Schwinden. Wälder wurden abgeholzt, Moore wurden trockengelegt und Flüsse begradigt. In der Landwirtschaft wurden Dünger und Pflanzenschutzmittel eingesetzt. So verschwanden immer mehr Tier- und Pflanzenarten. Ein Drittel der in Deutschland vorkommenden Arten steht auf dieser Roten Liste!

Dieses Reh ist noch ein Kind.[ © Quelle: pixabay.com ]
Junges Reh

Tiere im Wald

Im Wald leben die meisten Säugetierarten in Deutschland. Dazu gehören Rehe, Hirsche, Marder, Wildschweine, Luchse und Füchse. Große Tiere wie Braunbären und Wisente wurden zu früheren Zeiten ausgerottet. Wisente hat man im Rothaargebirge wieder angesiedelt, Wölfe kommen manchmal aus Polen oder Tschechien nach Deutschland. Gerade um die Wölfe gibt es eine heftige Auseinandersetzung. Die einen freuen sich über die Rückkehr dieser Tierart, die anderen sehen Mensch und Tier davon bedroht.

Da sitzt ein Mäusebussard. Er lässt sich häufig auch bei Autofahrten bobachten. Halte doch einmal Ausschau nach ihm![ © Quelle: pixabay.com ]
Mäusebussard
Weißstörche im Storchennest[ © Quelle: pixabay.com ]
Weißstörche im Storchennest

Was fliegt denn da?

Vögel fliegen zahlreich durch Deutschland. An der Küste sind es Seevögel wie Möwen und inzwischen auch wieder Seeadler. Mäusebussard und Turmfalke sind die häufigsten Greifvögel. Auch Rotmilane kann man zu Gesicht bekommen. Der Steinadler kommt hingegen nur in den Alpen vor. Kraniche lassen sich in großer Zahl auf dem Darß in Mecklenburg-Vorpommern beobachten.

Viele Vögel sind auch dem Menschen in die Städte gefolgt. Du findest dort Tauben, Amseln, Spatzen, Meisen und Krähen. Rotkehlchen und Buntspechte hast du vielleicht auch schon einmal gesehen. Wusstest du, dass sogar Flamingos in Deutschland leben, und zwar nicht im Zoo, sondern frei? Im Zwillbrocker Venn an der Grenze zu den Niederlanden brüten sie mit rund 40 Tieren.

In Deutschland leben auch allerlei Zugvögel. Die ziehen im Herbst in wärmere Gebiete, vor allem nach Afrika. Im Frühling kehren sie dann zurück. Zu den Zugvögeln gehören zum Beispiel die Weißstörche. 4600 Kilometer legen sie bei ihrem Vogelzug zurück! Dafür brauchen sie nur ungefähr drei Wochen. Weißstörche fliegen vor allem tagsüber, denn sie nutzen die warme Luft, die dann aufsteigt. Andere Zugvögel sind die Graugans und der Kranich. Sie bilden beim Flug gerne Formationen eines "V". Der vorn fliegende Vogel wechselt regelmäßig - das spart Kraft.

Der Biber hat kräftige Zähne. Damit kann er ganze Baumstämme durchnagen.[ © Quelle: pixabay.com ]
Der Biber ist ein guter Schwimmer und hat kräftige Zähne. Damit kann er ganze Baumstämme durchnagen.

Tiere im und am Wasser

In den Flussauen kommen Biber und Otter vor. Nachdem ihre Zahl stark abgenommen hatte, steigt sie inzwischen wieder. Seehunde leben an den Küsten von Nord- und Ostsee. Weiter draußen schwimmen Schweinswale und weitere sieben Walarten.

Tierische Einwanderer

Der Waschbär stammt ursprünglich aus Nordamerika.[ © Quelle: pixabay.com ]
Waschbär

So manche Tierart, die heute in Deutschland heimisch ist, kommt ursprünglich gar nicht von hier. Entweder brachten Menschen sie mit, manchmal auch unfreiwillig, zum Beispiel im Fluggepäck, oder sie wanderten aus anderen Ländern ein. Zu ihnen gehört der Waschbär, der eigentlich in Nordamerika lebt und im 20. Jahrhundert aus Gehegen entkam oder ausgesetzt wurde.

Ein anderer Neozoon, wie man solche Tiere mit einem Fremdwort bezeichnet, ist der Halsbandsittich. Auch er entkam aus Gefangenschaft und verbreitete sich. Halsbandsittiche leben vor allem am Rhein, etwa in Köln, Düsseldorf oder Worms, aber auch in Heidelberg und Frankfurt. Weitere solche Tiere sind der Marderhund und der Amerikanische Flusskrebs.

Auf Seite 2 findest du viele weitere Fotos von Tieren und Pflanzen in Deutschland!

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letzte Aktualisierung am 01.02.2018