Papua-Neuguinea
Papua-Neuguinea ist ein Inselstaat im Pazifik und liegt nördlich von Australien. Das Land befindet sich im Osten der großen Insel Neuguinea. Der westliche Teil dieser Insel gehört zu Indonesien. Zu Papua-Neuguinea zählen außerdem viele kleinere Inseln, insgesamt wohl mehr als 1000. Die Hauptstadt heißt Port Moresby. Papua-Neuguinea gehört zur Inselgruppe Melanesien und wird geografisch oft noch zum australischen Kontinent gezählt.
Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Große Teile des Landes sind von tropischem Regenwald bedeckt. Dazu kommen hohe Berge, breite Täler, Flüsse, Savannen, Küsten, Korallenriffe und sogar Gletscherlandschaften. Der höchste Berg ist der Mount Wilhelm mit 4509 Metern. Außerdem gibt es auf Papua-Neuguinea viele Vulkane, einige davon sind noch aktiv. Der längste Fluss des Landes heißt Sepik. Mehr über die Besonderheiten erfährst du unter Land.
In Papua-Neuguinea leben viele verschiedene Bevölkerungsgruppen. Ein großer Teil der Bevölkerung gehört zu den Melanesiern. Die Ureinwohner werden oft „Papua“ oder „Papuas“ genannt. Es gibt mehr als 700 verschiedene Volksgruppen. Auch deshalb ist das Land kulturell sehr vielfältig. Die meisten Menschen leben nicht in Städten, sondern auf dem Land oder in den Hochebenen. Nur etwa jeder fünfte Einwohner lebt in einer Stadt. Die größte Stadt ist Port Moresby. Mehr über die Menschen, die dort leben, erfährst du unter Leute.
Auch die Tierwelt Papua-Neuguineas ist besonders. Sie ähnelt der Tierwelt Australiens, denn Neuguinea und Australien waren früher einmal miteinander verbunden. Deshalb leben hier Tiere, die man sonst eher aus Australien kennt: Beuteltiere, Baumkängurus, Wallabys, Kuskus und sogar eierlegende Säugetiere wie der Langschnabeligel. Viele Tierarten kommen nur hier vor. Berühmt ist Papua-Neuguinea auch für seine Vögel. Besonders bekannt sind die Paradiesvögel, die sogar auf der Flagge des Landes zu sehen sind. Außerdem leben hier Kasuare und Krontauben. Schau unter Tiere und Pflanzen nach.
Obwohl Papua-Neuguinea viele Bodenschätze besitzt, etwa Gold, Kupfer, Öl und Gas, arbeiten die meisten Menschen in der Landwirtschaft. Viele bauen Nahrungsmittel vor allem für den eigenen Bedarf an. Dazu gehören Taro, Yams, Bananen und Süßkartoffeln. Für den Verkauf werden auch Kaffee, Kakao, Tee und Kautschuk angebaut. Die Nutzung der Wälder ist ein wichtiges Thema, denn zu viel Abholzung gefährdet Natur und Lebensräume. Unter Wirtschaft kannst du dich weiter informieren.
Papua-Neuguinea ist schon seit mindestens 30.000 Jahren besiedelt. Im 16. Jahrhundert kamen die ersten europäischen Seefahrer auf die Insel.
Später wurde das Gebiet zwischen verschiedenen Kolonialmächten aufgeteilt. Seit 1975 ist Papua-Neuguinea ein unabhängiger Staat. Mehr darüber erfährst du unter Geschichte und Politik.
