Papua-Neuguineas Flagge Papua-Neuguinea

Auf dem Markt werden die überschüssigen Produkte auch verkauft. [ © Ness Kerson/madNESS Photography for AusAID / CC BY-SA 4.0 ]
Markt, Verkauf, Papua-Neuguinea

Die Küche ist sehr einfach

Die Küche der Südsee, zu der auch Papua-Neuguinea gehört, ist nicht sehr abwechslungsreich und vor allem auch nicht besonders ideenreich. Gewürze fehlen meist. Es geht in erster Linie darum, satt zu werden und möglichst nicht viel oder gar kein Geld dafür auszugeben.

Deshalb ernähren sich auch viele Familien von Gemüse oder von Obst und es kommt genau das auf den Tisch, was der Garten so hergibt. Ananas, Papayas, Mangos, Passionsfrüchte und Bananen sind Obstsorten, die sich dort direkt ernten und im Anschluss gleich verarbeiten lassen.

Wer mehr erntet, als er verbrauchen kann, verkauft die Produkte auf dem Markt oder tauscht sie ein. Ein wichtiges Tauschgut sind übrigens Schweine.

Erdofen

Für einen Erdofen wird ein tiefes Loch in der Erde ausgehoben. Um eine angemessene Temperatur zu erreichen, legt man heiße Steine hinein. Die Zutaten schichtet man übereinander, das kann Gemüse sein, aber auch Fleisch oder sogar mal ein ganzes Schwein. Da die Temperaturen nicht sehr hoch sind, dauert es ein paar Stunden, bis das Gericht fertig ist. Es ist aber dann schonend zubereitet und durch diese Zubereitungsart etwas ganz Besonderes.

Das Kochen im Erdofen braucht seine Zeit

Dieser Erdofen wurde zwar auf der Insel Samoa ausgehoben und heißt dort "Umu", die Zubereitungsart unterscheidet sich aber nicht von der in Papua-Neuguinea. [ © NeilsPhotography / CC BY 2.0 ]
Umu, Erdofen

Yams, Sago oder Süßkartoffeln sind ein wichtiger Bestandteil der Küche. Fleisch gibt es, wenn überhaupt, nur einmal pro Woche und dann am ehesten Geflügel- oder fettes Schweinefleisch. Dieses wird auch gerne im auf vielen Südseeinseln beliebten Erdofen zubereitet. Doch das Kochen in solch einem Ofen dauert oft Stunden. Deshalb wird der Ofen auch nicht im normalen Alltag genutzt, sondern oft nur zu feierlichen Anlässen.

Ein traditionelles Gericht in Papua-Neuguinea heißt Mumu und besteht aus Schwein, Süßkartoffeln, Reis und Blattgemüse und wird eben in diesem Erdofen zubereitet.

Wie das geht, kannst du in diesem Video anschauen.

Auch Ameisen stehen gerne mal auf dem Speiseplan

In Papua-Neuguinea werden sehr gerne Ameisen gegessen, mal roh, aber auch gekocht. Vor allem auf dem Land ist das eine äußerst geschätzte und gleichzeitig gesunde Speise. Wer am Meer wohnt, hat den Vorteil, die Fische quasi frisch vom Meer auf den Tisch zu bekommen. Ebenfalls beliebt sind Muscheln, die Kinder am Strand einsammeln und die dann als Familienessen zubereitet werden. Fledermäuse oder Schlangen landen auch mal auf dem Teller, denn allzu viel Auswahl an Fleisch hat man auf Papua-Neuguinea nicht. Aus diesem Grund greifen die Leute gerne auf das zurück, was auf der Insel so lebt.

Kaffee

Viele Menschen trinken in Papua-Neuguinea Kaffee, denn Kaffeebohnen werden dort vor Ort geerntet und auch weiter verarbeitet.

letzte Aktualisierung am 06.10.2020