Fidschis Flagge Fidschi

Von Affengesichtern und Mungos, die keine Ratten fressen

Ursprünglich zur Bekämpfung der Rattenplage eingeführt, wurde der Mungo selbst zur Plage. [ © Herpe jav 110724-16129 tdp.JPG, Wibowo Djatmiko / CC BY-SA 3.0 ]
Mungo

Aufgrund der isolierten Lage der Fidschi-Inseln gibt es nur wenige Säugetierarten. Die Tiere, die hier leben, wurden meist vom Menschen eingeschleppt. Zu den einheimischen Säugetierarten zählt der Fidschi-Affengesicht-Flughund, den man allerdings fast nie zu Gesicht bekommt, weil er als nahezu ausgestorben gilt.

Einige Fledermaus- und Flughundarten gibt es ebenso. Mungos haben sich stark verbreitet, sollten sie doch ursprünglich die Ratten vertreiben. Allerdings hat der Mungo so ziemlich alles gefressen, was ihm in den Weg geriet, nur die Ratten haben sich weiter fleißig verbreitet. Solche Probleme tauchen oft dann auf, wenn Menschen Tiere in Regionen einführen, in denen sie eigentlich nicht beheimatet sind. So zählt der kleine Mungo auch zu den nicht-bedrohten Tierarten.

Diese Schlangenart lebt im Wasser, ist sehr giftig, aber nicht aggressiv. So kommt es fast nie zu Bissunfällen. [ © Laticauda colubrina Lembeh2.jpg, Jens Petersen / CC BY-SA 3.0 ]
Nattern-Plattschwanz

Eine giftige Wasserschlange

Sieben Schlangenarten sollen auf den Fidschis leben und von den Landschlangen ist nur eine giftig. Dabei handelt es sich um eine Verwandte der Kobra. Allerdings wurde diese Schlange schon lange nicht mehr gesichtet.

Im Wasser lebt eine sehr giftige Schlangenart, deren Gift wirksamer ist als jedes Gift von Landschlangen. Sie trägt den Namen Laticauda colubrina und heißt auch Nattern-Plattschwanz- oder Gelblippen-Seeschlange. Sie lebt allerdings nicht nur im Meer, sondern dringt auch in Flüsse vor. Aktiv ist sie meist in der Nacht und außerdem ist sie gar nicht aggressiv.

Fidschi-Baumfrosch und Fidschi-Bodenfrosch

Die Arten sind endemisch, kommen also nur auf den Fidschi-Inseln vor. Ihre Farbe kann sehr unterschiedlich sein, völlig unabhängig von den Orten, an denen sie leben. Warum das so ist, weiß man bisher nicht. Interessant an den Fröschen ist, dass dem Froschsein kein Kaulquappendasein voraus geht, wie das bei Fröschen sonst üblich ist. So kommen die Nachkommen dieser Froscharten schon fertig als kleine Frösche zur Welt und müssen sich nicht erst entwickeln.
Diese Leguanart erkennst du an dem kürzeren Kamm und an den weißen Streifen. [ © wikimedia, gemeinfrei ]
Kurzkammleguan

Ein Leguan mit Zebrastreifen

Geckos sorgen dafür, dass die Insekten nicht überhandnehmen. Erwähnenswert sind auch zwei Leguanarten, von denen der Fidschi-Leguan, auch Hauben-Leguan genannt, nur auf Fidschi und Tonga zu Hause ist. Du erkennst ihn an der tiefgrünen Farbe und den weißen Streifen. Auch hat er im Nacken einen kleinen Höcker. Er ist sehr selten und vom Aussterben bedroht. Er lebt nur noch auf wenigen Inseln der Fidschis, wie auf der kleinen, unbewohnten Insel Yadua Taba. Hier gibt es ein Naturschutzgebiet, das diese Tierart schützt. 

Fröschlein hüpf!

Ebenfalls auf Fidschi heimisch und sonst nirgends sind zwei Froscharten: der Fidschi-Baumfrosch und der Fidschi-Bodenfrosch. Beide kommen nur im dichten Regenwald vor.

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letzte Aktualisierung am 15.05.2020