Fidschis Flagge Fidschi

Von Affengesichtern und Mungos, die keine Ratten fressen

Aufgrund der isolierten Lage der Fidschi-Inseln gibt es nur wenige Säugetierarten. Die Tiere, die hier leben, wurden meist vom Menschen eingeschleppt. Zu den einheimischen Säugetierarten zählt der Fidschi-Affengesicht-Flughund, den man allerdings fast nie zu Gesicht bekommt, weil er als nahezu ausgestorben gilt.

Einige Fledermaus- und Flughundarten gibt es ebenso. Mungos haben sich stark verbreitet, sollten sie doch ursprünglich die Ratten vertreiben. Allerdings hat der Mungo so ziemlich alles gefressen, was ihm in den Weg geriet, nur die Ratten haben sich weiter fleißig verbreitet. Solche Probleme tauchen oft dann auf, wenn Menschen Tiere in Regionen einführen, in denen sie eigentlich nicht beheimatet sind. So zählt der kleine Mungo auch zu den nicht-bedrohten Tierarten.

Eine giftige Wasserschlange

Sieben Schlangenarten sollen auf den Fidschis leben und von den Landschlangen ist nur eine giftig. Dabei handelt es sich um eine Verwandte der Kobra. Allerdings wurde diese Schlange schon lange nicht mehr gesichtet.

Im Wasser lebt eine sehr giftige Schlangenart, deren Gift wirksamer ist als jedes Gift von Landschlangen. Sie trägt den Namen Laticauda colubrina und heißt auch Nattern-Plattschwanz- oder Gelblippen-Seeschlange. Sie lebt allerdings nicht nur im Meer, sondern dringt auch in Flüsse vor. Aktiv ist sie meist in der Nacht und außerdem ist sie gar nicht aggressiv.

Fidschi-Baumfrosch und Fidschi-Bodenfrosch

Die Arten sind endemisch, kommen also nur auf den Fidschi-Inseln vor. Ihre Farbe kann sehr unterschiedlich sein, völlig unabhängig von den Orten, an denen sie leben. Warum das so ist, weiß man bisher nicht. Interessant an den Fröschen ist, dass dem Froschsein kein Kaulquappendasein voraus geht, wie das bei Fröschen sonst üblich ist. So kommen die Nachkommen dieser Froscharten schon fertig als kleine Frösche zur Welt und müssen sich nicht erst entwickeln.

Ein Leguan mit Zebrastreifen

Geckos sorgen dafür, dass die Insekten nicht überhandnehmen. Erwähnenswert sind auch zwei Leguanarten, von denen der Fidschi-Leguan, auch Hauben-Leguan genannt, nur auf Fidschi und Tonga zu Hause ist. Du erkennst ihn an der tiefgrünen Farbe und den weißen Streifen. Auch hat er im Nacken einen kleinen Höcker. Er ist sehr selten und vom Aussterben bedroht. Er lebt nur noch auf wenigen Inseln der Fidschis, wie auf der kleinen, unbewohnten Insel Yadua Taba. Hier gibt es ein Naturschutzgebiet, das diese Tierart schützt. 

Fröschlein hüpf!

Ebenfalls auf Fidschi heimisch und sonst nirgends sind zwei Froscharten: der Fidschi-Baumfrosch und der Fidschi-Bodenfrosch. Beide kommen nur im dichten Regenwald vor.

Bunte Vogelwelt auf Fidschi

Die größte Artenvielfalt auf den Fidschis besteht bei den Vögeln. Auf Fidschi lebt zum Beispiel eine Taube, deren auffallende orangene Bauchfarbe ihr den Namen Orangentaube verliehen hat. Doch zu sehen bekommst du diese Taubenart sehr schwer.

Viel wahrscheinlicher ist es, auf den Taveuni-Papagei zu treffen, denn dieser macht auch gerne gewaltigen Krach. Auch verschiedene Sittiche wie der Maskensittich mit seiner smaragdgrünen Farbe und orangefarbenen Unterseite sind auf Fidschi zu entdecken. Dazu kommen der Fidschihabicht, der Honigfresser und viele weitere Vogelarten. Etwa 150 verschiedene Vogelarten wurden auf Fidschi gezählt.

Bunte Unterwasserwelt rund um Fidschi

Auch die Fischwelt ist vor den Inseln der Fidschis vielfältig, wie bei den meisten anderen Südseeinseln. Hier gibt es Haie und Stachelrochen, aber auch eine Mischung von vielfältigen, bunten Fischen, die die Korallenregionen als Aufenthaltsort bevorzugen. So zieht es auch immer wieder viele Taucher in die Fischgründe der Fidschi-Inseln, um die einzigartige Unterwasserwelt bestaunen zu können. Viele Touristen schätzen es auch in und um Fidschi herum zu tauchen und die vielfältige Unterwasserwelt zu entdecken. 

In folgendem Video kannst du einen Blick in die Unterwasserwelt werfen: 

CC BY 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de

letzte Aktualisierung am 10.04.2026