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Erdbeben in der Türkei

Die Türkei liegt auf der Anatolischen Platte, einer der großen Erdplatten unserer Erde. Erdplatten sind riesige Stücke der Erdkruste, die sich ganz langsam bewegen. Rund um die Türkei treffen mehrere solcher Platten aufeinander.

Die Anatolische Platte grenzt:

  • im Norden und Osten an die Eurasische Platte
  • im Süden an die Arabische Platte
  • im Südwesten an die Afrikanische Platte

Wenn sich diese Platten bewegen, können sie aneinander reiben oder gegeneinander drücken. Dabei entsteht große Spannung im Gestein. Wird diese Spannung plötzlich frei, kommt es zu einem Erdbeben.

Warum gibt es in der Türkei viele Erdbeben?

Die Türkei gehört zu den erdbebengefährdeten Regionen der Welt. Besonders bekannt ist die Nordanatolische Verwerfung, eine große Bruchlinie in der Erdkruste. Sie verläuft quer durch den Norden des Landes.

Entlang solcher Bruchlinien bewegen sich die Erdplatten gegeneinander. Selbst kleine Bewegungen von nur wenigen Zentimetern können starke Erdbeben auslösen.

Das schwere Erdbeben von 1999

Im Jahr 1999 ereignete sich ein sehr starkes Erdbeben nahe der Stadt Izmit östlich von Istanbul. Dabei wurden viele Gebäude zerstört, und es kamen mehr als 17.000 Menschen ums Leben.  Bei diesem Beben verschoben sich Teile der Erdkruste um mehrere Meter. Das zeigte, wie gewaltig die Kräfte im Inneren der Erde sein können.

Das große Erdbeben von 2023

Am 6. Februar 2023 erschütterte ein besonders starkes Erdbeben den Südosten der Türkei. Da Erdbeben keine Grenzen kennen, waren auch Teile des Nachbarlandes Syrien betroffen. Kurz nach dem ersten Beben folgte ein zweites sehr starkes Erdbeben. Zusammen verursachten sie große Zerstörungen in vielen Städten.

  • fast 60.000 Menschen starben
  • mehr als 125.000 Menschen wurden verletzt

Es war eines der schwersten Erdbeben weltweit seit vielen Jahren.

Wusstest du das?

Die Anatolische Platte bewegt sich jedes Jahr einige Zentimeter nach Westen. Das ist ungefähr so schnell, wie deine Fingernägel wachsen. Doch über viele Jahre können solche kleinen Bewegungen große Spannungen in der Erdkruste aufbauen – und schließlich Erdbeben auslösen.

Erdbebenzonen in der Türkei

Die Türkei gehört zu den Ländern mit besonders vielen Erdbebenzonen. Das sind Gebiete, in denen sich die Erdplatten häufig bewegen und deshalb Erdbeben entstehen können.

Die wichtigste Bruchlinie ist die Nordanatolische Verwerfung. Sie verläuft quer durch den Norden der Türkei vom Osten bis fast zum Marmarameer bei Istanbul. Entlang dieser Linie kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Erdbeben.

Eine zweite wichtige Erdbebenzone ist die Ostanatolische Verwerfung im Südosten der Türkei. Dort treffen die Anatolische und die Arabische Platte aufeinander. Auch das schwere Erdbeben von 2023 ereignete sich in dieser Region.

ErdbebenzoneLage
Nordanatolische VerwerfungNorden der Türkei bis zum Marmarameer
Ostanatolische VerwerfungSüdosten der Türkei
Westanatolische BruchzonenWesten der Türkei an der Ägäis

Weil die Türkei in einer solchen aktiven Erdbebenregion liegt, werden heute viele Gebäude erdbebensicher gebaut, damit sie bei starken Erschütterungen weniger leicht einstürzen.

Fragen zu Erdbeben in der Türkei

Warum gibt es in der Türkei so viele Erdbeben?
Die Türkei liegt an den Grenzen mehrerer Erdplatten, die sich gegeneinander bewegen.

Welche Bruchlinie ist besonders gefährlich?
Die Nordanatolische Verwerfung im Norden der Türkei gehört zu den aktivsten Erdbebenzonen der Welt.

Wann war das große Erdbeben in der Türkei?
Ein besonders schweres Erdbeben ereignete sich 1999 nahe Istanbul. Ein weiteres großes Beben traf die Türkei 2023.

Warum spürt man Erdbeben auch in anderen Ländern?
Erdbeben breiten sich als Erschütterungen im Boden aus und können deshalb auch über Landesgrenzen hinweg spürbar sein.

Bewegen sich Erdplatten schnell?
Nein, sie bewegen sich meist nur einige Zentimeter pro Jahr, können aber trotzdem starke Erdbeben verursachen.

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letzte Aktualisierung am 12.03.2026