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Kurden – ein Volk ohne eigenen Staat

Die Kurden sind eine der größten Volksgruppen im Nahen Osten. Viele Kurden leben in der Türkei, aber auch in Irak, Iran und Syrien. Insgesamt gibt es weltweit etwa 30 bis 40 Millionen Kurden. Die Kurden haben eine eigene Sprache, Kultur und lange Geschichte. Trotzdem besitzen sie bis heute keinen eigenen Staat. Stattdessen leben sie als Minderheit in mehreren Ländern.

Kurden in der Türkei

Die größte kurdische Bevölkerungsgruppe lebt in der Türkei. Schätzungen gehen davon aus, dass dort etwa 15 bis 20 Millionen Kurden leben. Das ist ungefähr ein Fünftel der Bevölkerung des Landes. Viele Kurden leben im Südosten der Türkei, zum Beispiel in Städten wie Diyarbakır, Van oder Şanlıurfa. In den letzten Jahrzehnten sind aber auch viele Kurden in große Städte wie Istanbul, Ankara oder Izmir gezogen.

Obwohl Kurden türkische Staatsbürger sind, berichten viele von Benachteiligungen im Alltag, zum Beispiel bei Arbeit oder politischer Beteiligung.Die Kurden sind eine der größten Volksgruppen im Nahen Osten. Viele Kurden leben in der Türkei, aber auch in Irak, Iran und Syrien. Insgesamt gibt es weltweit etwa 30 bis 40 Millionen Kurden.

Die Kurden haben eine eigene Sprache, Kultur und lange Geschichte. Trotzdem besitzen sie bis heute keinen eigenen Staat. Stattdessen leben sie als Minderheit in mehreren Ländern.

Sprache und Kultur

Die Kurden sprechen Kurdisch, eine Sprache, die zu den iranischen Sprachen gehört und mit Persisch verwandt ist. Es gibt mehrere Dialekte, zum Beispiel Kurmandschi und Sorani.

Viele Kurden feiern traditionelle Feste. Besonders wichtig ist das Newroz-Fest, das kurdische Neujahrs- und Frühlingsfest, das jedes Jahr am 21. März gefeiert wird.

Auch Musik, Tänze und farbenfrohe Trachten spielen in der kurdischen Kultur eine große Rolle.

Wusstest du?

Die Kurden gelten als größte Volksgruppe der Welt ohne eigenen Staat. Ihr traditionelles Siedlungsgebiet wird oft Kurdistan genannt. Dieses Gebiet verteilt sich jedoch auf mehrere Länder und ist kein eigener Staat.

Der Konflikt mit dem türkischen Staat

Seit den 1980er Jahren gibt es in der Türkei einen Konflikt zwischen dem Staat und der PKK (Kurdische Arbeiterpartei). Die PKK kämpft für mehr Rechte der Kurden und teilweise auch für ein eigenes kurdisches Gebiet. Die Türkei, die Europäische Union und viele andere Staaten betrachten die PKK als terroristische Organisation. 

Zwischen 2013 und 2015 gab es einen Friedensprozess, bei dem versucht wurde, den Konflikt zu beenden. Diese Gespräche scheiterten jedoch, und es kam wieder zu Kämpfen. Der Konflikt hat das Leben vieler Menschen im Südosten der Türkei stark beeinflusst und wird bis heute politisch diskutiert.

Kurden heute

Heute engagieren sich viele Kurden für kulturelle Rechte, politische Beteiligung und die Anerkennung ihrer Sprache. Gleichzeitig leben viele Kurden ganz selbstverständlich im Alltag der Türkei – sie arbeiten, studieren oder betreiben Geschäfte in großen Städten des Landes.

letzte Aktualisierung am 16.03.2026