Jordaniens Flagge Jordanien

Frühe und römische Zeit

In der Region um den Fluss Jordan herum ließen sich Menschen schon in frühester Zeit nieder.[ © David Bjorgen / CC BY-SA 2.5 ]
Jordan, Fluss in Jordanien

Archäologen haben herausgefunden, dass das heutige Staatsgebiet Jordaniens und vor allem die Region um die Hauptstadt Amman herum schon seit 8000 v. Chr. von Menschen bewohnt wurden. Manche zogen als Nomaden mit ihren Viehherden durchs Land, andere wurden schon früh sesshaft. So zählt wohl das Jordantal zu den ersten Regionen der Welt, in der die Menschen sesshaft wurden, so vermutet man zumindest. Denn beide Lebensformen, die der Nomaden und der sesshaften Bauern, gab es dort. Schon 1200 v. Chr. entwickelten sich erste Staatsformen, zum Beispiel die der Ammoniter. Von diesen leitet die Hauptstadt ihren Namen ab.

Die Geschichte der Region ist wechselhaft und verschiedene Herrscher übernahmen die Macht. Zu ihnen gehörten die Assyrer, die Babylonier und die Perser. Vom 5. Jahrhundert v. Chr. an kamen die Nabatäer, die sich vor allem um den Ort Petra herum niederließen. Es folgten Griechen, Ptolemäer und Seleukiden, die den griechischen Einfluss in die Region trugen.

Arabia Petrae

106 n. Chr. wurde das Ostjordanland eine römische Provinz unter dem Namen Arabia Petrae. Noch heute zeugt das antike Petra von dieser Zeit. Schon zuvor hatten die Römer ihren Einflussbereich in die Region erweitert. Das damalige Ostjordanland setzten die Römer als Abgrenzung gegen die Beduinen ein, die auf der Suche nach Land hier Interesse zeigten.

Der Islam breitete sich aus und die Kreuzritter folgten

So kannst du dir ein "Wüstenschloss" vorstellen. Qasr Kharana ist das am besten erhaltene in Jordanien. [ © David Bjorgen / CC BY-SA 4.0 ]
Qasr Kharana, Wüstenschloss

636 kam Ostjordanien in den Machtbereich des Islam, der sich in dieser Zeit im gesamten arabischen Raum weiter ausbreitete. Das damalige Oströmische Reich konnte den muslimischen Arabern wenig entgegensetzen. Mehrere Herrschaftsgeschlechter wechselten sich ab. Wer sich an diese Zeit erinnern will, kann sich die "Wüstenschlösser" anschauen, die sich über die Wüstenlandschaft Jordaniens verteilen. Vor allem im Osten von Amman sind die Zeugnisse dieser Zeit heute noch zu finden. Auch die Kreuzfahrer haben in der Region ihre imposanten Burgen hinterlassen wie in Aqaba oder auch in Kerak. Vor allem zu Beginn des 12. Jahrhunderts waren sie in der Region aktiv. Es folgten die Mongolen, die das Land 1258 verwüsteten.

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letzte Aktualisierung am 11.01.2021