Chinas Flagge China

Kaiser Qianlong aus der Qing-Dynastie[ © Giuseppe Castiglione / Gemeinfrei ]
Kaiser Qianlong

Quing-Dynastie und Europabeziehungen

Die Mandschu waren die letzte chinesische Dynastie und herrschten von 1644 bis 1911. Diese Dynastie hieß auch Quing-Dynastie. In der Zeit von 1700 bis 1800 verdoppelte sich die chinesische Bevölkerung, die Wirtschaft wuchs und China war eine wichtige Macht. Die größte Ausdehnung erreichte das Chinesische Reich übrigens im Jahr 1759, denn es war damals 11,5 Millionen Quadratkilometer groß, also größer als heute. Im 19. Jahrhundert versuchten die Europäer Einfluss auf China zu gewinnen und das vor allem auf dem Gebiet des Handels. Hierbei gingen sie nicht gerade zimperlich vor und versuchten, ihre Interessen gewaltsam durchzudrücken.

Die Opiumkriege

Es kam zu den sogenannten Opiumkriegen mit Großbritannien, in denen Großbritannien sein Recht, mit Opium zu handeln, durchsetzte. Im Vertrag von Nanking aus dem Jahr 1842 fiel Hongkong an Großbritannien. Doch auch andere Länder setzten ihre Interessen im Bereich des Handels durch. Für die Chinesen hatte das verheerende Folgen, sie konnten ihre eigenen Produkte nicht schützen.

Die Republik China

Karte von der Republik China aus dem Jahr 1926[ © Gemeinfrei ]
Republik China

1895 musste China eine Niederlage gegen Japan im Japanisch-Chinesischen Krieg einstecken. Die Bevölkerung litt, es kam zu Aufständen und das Kaisertum wurde immer mehr in Frage gestellt. Diesen Gegenbewegungen versuchte man zwar Einhalt zu gebieten, was aber auf Dauer nicht gelang. Die Quing-Dynastie war zu Anfang des 20. Jahrhunderts sehr geschwächt. Ein Teil der Chinesen verlangte eine Reform des Kaisertums und eine konstitutionelle Monarchie, in der die Macht des Kaisers eingeschränkt werden sollte. Andere verlangten nach einer chinesischen Republik und einer Herrschaft des Volkes. So kam es 1911 zum Ende der Qing-Dynastie und zur Absetzung des letzten Kaisers namens Puyi, der damals erst fünf Jahre alt war. So wurde am 1. Januar 1912 die Republik China ausgerufen. Im Ersten Weltkrieg stand China auf Seite der Alliierten, griff aber nicht mit Truppen in den Krieg ein. China erhoffte sich in erster Linie Unterstützung durch die Europäer und der Amerikaner gegen Japan, das seine Macht immer wieder in Richtung China erweitern wollte. 

Krieg mit Japan

Doch trotz des Widerstands der Chinesen dehnten die Japaner ihren Machtbereich weiter aus und eroberten auch chinesisches Gebiet wie zum Beispiel 1931 die Mandschurei, die im Nordosten Chinas liegt. Im Zweiten Weltkrieg erlitten die Chinesen, die gegen die Japaner im Zweiten Chinesisch-Japanischen Krieg kämpften, schlimme Verluste. Traurig berühmt wurde das Massaker von Nanking, in dem, wie während des gesamten Krieges, viele Menschen ihr Leben verloren. So heißt es, dass China im Zweiten Weltkrieg nach Russland die meisten Opfer zu beklagen hatte. 

Atompilz über Nagasaki[ © Hiromichi Matsuda / Gemeinfrei ]
Atompilz, Nagasaki

Ende des Krieges

Schon vor dem Krieg hatte es einen großen Streit zwischen den chinesischen Nationalisten unter Schiang Kai-Shek und den Kommunisten unter Mao Tse-tung gegeben und China in zwei große politische Lager gespalten. Diese angespannte Lage konnten die Japaner während des Krieges nutzen. Doch Japan verlor an der Seite des Deutschen Reiches den Zweiten Weltkrieg. Ein Abwurf von Atombomben über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki beendete den Krieg im Pazifischen Raum. 

Porträt von Mao Tse-tung[ © Zhang Zhenshi / CC BY 2.0 ]
Mao Tse-tung

Kommunistisches China unter Mao Tse-tung

In China siegten 1949 die Kommunisten unter Mao Tse-tung über die Nationalisten im Chinesischen Bürgerkrieg, in dem sich diese beiden politischen Gruppen heftigst bekämpften. Am 1. Oktober 1949 wurde die Volksrepublik China ausgerufen. Damit begann die Geschichte des kommunistischen China. Die Umerziehung der chinesischen Bevölkerung zu Kommunisten nahm ihren Anfang.

Viele Menschen verloren ihren Besitz

Grundbesitzer wurden enteignet und das Land an die Bauern verteilt. Die Kommunistische Partei griff hart gegen die Vertreter des "alten China" durch. Jeglicher Widerstand von Seiten der Bevölkerung wurde unterdrückt. Neben der Umverteilung des Bodens sollte auch die Industrie ausgebaut werden und ein modernes Verkehrsnetz entstehen. Die Bevölkerung sollte mehr Bildung erhalten. Stand China zunächst noch unter dem starken Einfluss der Sowjetunion und versuchte dem Vorbild der Sowjetunion zu folgen, so löste sich das Land mit der Zeit ab.

1 2 3
letzte Aktualisierung am 30.11.2020