Mauretaniens Flagge Mauretanien

Dieser Junge am Strand von Nouakchott macht nur Spaß. Aber es gibt in Mauretanien viele Kinder, die nicht genug zu essen bekommen.[ © Ferdinand Reus / CC BY-SA 2.0 ]
Mauretanischer Junge macht Spaß
Diese Kinder haben Glück, denn sie werden medizinisch versorgt.[ © Evan M. Wheeler / CC BY-SA 2.0 ]
Medizinische Untersuchung von Kindern in Nouakchott
Trinkwasser vom nächsten Brunnen zu holen, ist in Mauretanien häufig Aufgabe der Kinder.[ © Magharebia / CC BY-2.0 ]
Trinkwassertransport auf Eselkarren
Die Wahrscheinlichkeit, dass sie schon mit 15 verheiratet ist, ist leider groß.[ © Ferdinand Reus / CC BY-SA 2.0 ]
Mauretanisches Mädchen

Wie geht es den Kindern in Mauretanien?

Vielen Kindern in Mauretanien geht es nicht so gut. Sie haben nicht genug zu essen oder werden krank, zum Beispiel durch unsauberes Trinkwasser. Medikamente können sich ihre Familien nicht leisten. Es gibt auch Kinder, die arbeiten müssen.

Arm

6 Prozent der Bevölkerung in Mauretanien leben unter der Armutsgrenze und besitzt weniger als 1,90 Dollar pro Tag zum Leben. Auf dem Land betrifft es sogar noch mehr Menschen. Sie haben oft nicht genug zu essen.

Besonders schlimm ist die Lage immer dann, wenn auch noch eine Dürre kommt. Man weiß nie, wie viel Regen in einem Jahr fällt und wie dementsprechend dann die Ernte ausfällt. Es gab schon Zeiten, in der mehrere Jahre lang kein Regen fiel. Dann kommt eine Hungersnot über das Land, unter der die Kinder besonders leiden.

Krank

In Mauretanien sterben 3,3 von 100 Neugeborenen, von 100 Einjährigen sogar 5,2 und von 100 Fünfjährigen 7,6! Das hat viele Gründe: Nicht alle haben sauberes Trinkwasser und werden dann krank. Viele sterben an Durchfall. Es gibt außerdem Krankheiten wie Malaria, an denen Kinder sterben. Es gibt im Land nur wenige Ärzte. Die sind oft auch noch weit weg, genauso wie die Krankenhäuser. Und Medikamente gibt es auch nicht.

Kinderarbeit

17 Prozent der Kinder in Mauretanien arbeiten. Sie verkaufen Zigaretten oder Telefonkarten auf der Straße, helfen auf den Feldern oder im Haushalt, arbeiten in der Fischerei oder in Minen. Sklaverei ist in Mauretanien immer noch verbreitet, obwohl es verboten ist. So werden auch Kinder in die Sklaverei hineingeboren.

Es gibt auch Kinder, die verschleppt werden, um in arabischen Ländern als Kameljockeys zu arbeiten, zum Beispiel in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Weil Kinder klein und leicht sind, eignen sie sich aus Sicht der Betreiber von Kamelrennen besonders gut als Kamelreiter.

Jung heiraten

Ein weiteres Problem ist, dass vor allem Mädchen schon verheiratet werden, ehe sie 15 Jahre alt sind. In Mauretanien betrifft das 18 von 100 Kindern. Bei denjenigen, die mit 18 Jahren verheiratet sind, beträgt der Anteil dann sogar 37 Prozent.

Beschneidung

Leider werden auch in Mauretanien immer noch viele Mädchen beschnitten, obwohl das gesetzlich verboten ist. Meistens werden die Mädchen im Alter zwischen 0 und 5 Jahren beschnitten. Das ist sehr schmerzhaft und verursacht lebenslange Probleme. Manche der kleinen Mädchen überleben die Prozedur auch nicht.

letzte Aktualisierung am 12.05.2020