Komoren
Die Komoren zählen zu den ärmsten Ländern der Welt
Die Komoren zählen zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Land ist stark auf Hilfe von außen angewiesen, weil es nur wenig eigene wirtschaftliche Ressourcen hat und kaum Rohstoffe exportieren kann. Die Bevölkerung wächst relativ schnell und es gibt viele junge Menschen.
Viele Menschen auf den Komoren haben keine gute Schulbildung oder Ausbildung, was ihre Chancen auf gute Arbeit verringert. Obwohl die offiziell gemessene Arbeitslosenrate vergleichsweise niedrig ist, arbeiten viele Menschen in unsicheren oder schlecht bezahlten Jobs.
Zu all dem kam in der Vergangenheit immer wieder politische Instabilität mit Putschversuchen, was dazu geführt hat, dass nur wenige Firmen auf den Komoren investiert haben. Nach aktuellen Schätzungen leben etwa 40 von 100 Menschen unterhalb der Armutsgrenze, das heißt, sie haben zu wenig Geld für eine gute Lebensgrundlage.
Mais und Maniok
Etwa 80 von 100 Menschen auf den Komoren arbeiten in der Landwirtschaft. Die meisten Produkte werden für den eigenen Bedarf angebaut. Wichtige Nahrungsmittel sind Mais, Süßkartoffeln, Maniok, Bananen und Reis. Neben der Landwirtschaft spielt auch der Fischfang eine wichtige Rolle.
Vanille und Ylang-Ylang
Für den Export werden Vanille, Zimt, Nelken und Ylang-Ylang-Blüten angebaut. Diese Blüten sind eine wichtige Grundlage für die Parfümherstellung. Die meisten größeren Firmen auf den Komoren haben ihren Ursprung in Frankreich.
Wenig Industrie
Industrie gibt es auf den Komoren nur in kleinem Umfang. Meist werden Nahrungsmittel weiterverarbeitet oder Öle sowie Seife hergestellt. Frankreich ist die wichtigste Handelspartnernation. Viele Komoraner leben in Frankreich, und ihre Geldüberweisungen sind für viele Familien auf den Inseln eine wichtige Einnahmequelle. Viele Waren müssen importiert werden.
Unterwegs mit Boot oder Flugzeug
Das Straßennetz auf den Komoren ist noch wenig ausgebaut und nur wenige hundert Kilometer bestehen aus Asphalt. Von Insel zu Insel kommt man entweder mit dem Boot oder mit dem Flugzeug.
Tourismus noch wenig entwickelt
Der Tourismus ist auf den Komoren bisher keine große Einnahmequelle. Obwohl das Land landschaftlich schön ist, mit artenreichen Tauchrevieren und schönen Stränden, reisen vergleichsweise wenige Touristen dorthin.