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Kinderarbeit

Dieser Junge arbeitet auf dem Markt in Abong-Mbang.[ © Amcaja / CC BY-SA 3.0 ]
Kinderarbeit in Kamerun

In Kamerun arbeiten 36 bis 56 Prozent aller Kinder zwischen fünf und 14 Jahren. Ganz genau weiß man es nicht, aber auf jeden Fall ist das einer der höchsten Werte in ganz Afrika. Viele dieser Kinder arbeiten auf Plantagen, wo sie bei der Ernte von Kakao, Baumwolle oder Kaffee helfen.

Manche Kinder werden auch eingesetzt, um Schädlinge zu bekämpfen. Weil man dafür Gift benutzt, dass die Kinder dann einatmen, ist das besonders schlimm. Es gibt Kinder, die in der Fischerei oder als Hausangestellte arbeiten, andere helfen auf Märkten oder verkaufen Waren auf der Straße.

Warum arbeiten diese Kinder? Meistens ist Armut der Grund. Die Familien haben so wenig Geld, dass sie auf die Arbeit der Kinder angewiesen sind. Die Eltern verlangen, dass ihre Kinder Geld nach Hause bringen.

Es gibt aber auch Kinder, die keine Eltern mehr haben. Insgesamt leben 1,2 Millionen Waisen in Kamerun. 310.000 von diesen Kindern haben ihre Eltern durch die Krankheit AIDS verloren. Wenn ihnen niemand hilft und sie keine weiteren Verwandten haben, versuchen sie häufig, sich allein durchzuschlagen oder sie übernehmen die Verantwortung für jüngere Geschwister.

letzte Aktualisierung am 09.09.2017