Ghanas Flagge Ghana - Schule in Ghana

Schule in Ghana

In Ghana herrscht Schulpflicht. Es ist also gesetzlich geregelt, dass Kinder in die Schule gehen müssen, und zwar von sechs bis 16 Jahren.

Das ghanaische Schulsystem orientiert sich an dem britischen. Das kommt noch aus der Zeit als britische Kolonie. Kinder, die zur Schule gehen, besuchen sechs Jahre lang die Grundschule (Primary School). Danach folgt für drei Jahre die weiterführende Schule. Sie heißt Junior Secondary School (JHS). Man beendet sie mit einer Prüfung, der BECE (Basic Education Certificate Examination).

Nach weiteren drei Jahren an der Senior Secondary School (SHS) kann man die Berechtigung zum Studium erhalten. Die Senior Secondary School kostete bis zum Schuljahr 2017/18 Schulgeld, umgerechnet etwa 350 Euro im Jahr. Das konnten sich viele Familien nicht leisten. Inzwischen sind die staatlichen SHS kostenfrei. Zusatzkosten bleiben trotzdem, zum Beispiel für Schulmaterialien. Auch private Oberschulen kosten Schulgeld.

In der Schule wird (meistens) eine Schuluniform getragen. Mädchen tragen ein Kleid, Jungen eine kurze Hose und ein Hemd. Die Kleidung ist in den Schulfarben gehalten. Bevor die Schule beginnt, singen alle Kinder gemeinsam die Nationalhymne.

Der Unterricht findet in Ghana auf Englisch statt. Einzelne Fächer werden auch in der Sprache, die in der Region überwiegend gesprochen wird, unterrichtet, zum Beispiel in den Akan-Sprachen. Zu den Fächern gehören Mathe, Religion, Sport, Französisch und “Umwelt” (Environmental Studies). Das wäre ähnlich wie Biologie bei uns. Es gibt auch praktische Fächer, in denn man Handwerk lernt.

Noten gibt es von A1 (exzellent) bis F9 (Fail, nicht bestanden). Beim BECE sind die Noten: A, B, C, P und F. P steht für Pass, das bedeutet: Gerade noch bestanden.

Das Schuljahr dauert von August bis Mai. Es ist aufgeteilt in drei Trimester. Die großen Ferien sind dann im Juni und Juli.
 

 

Kinder, die in Ghana nicht zur Schule gehen

Doch nicht alle Kinder in Ghana gehen zur Schule. 11 von 100 Kindern werden nicht eingeschult. Und nur 71 von 100 Kindern beenden die Grundschule auch. 

Es gibt Kinder, die nicht zur Schule gehen, weil sie arbeiten. Sie leisten also Kinderarbeit. Auf dem Land arbeiten sie auf den Feldern oder helfen beim Fischfang und versorgen so ihre Familie mit. Ihre Eltern können vielleicht selbst nicht lesen und schreiben und halten es nicht für notwendig, dass ihre Kinder das lernen. 20 Prozent der Kinder zwischen fünf und 14 Jahren gehen arbeiten.

In den Städten gibt es außerdem Kinder, die auf der Straße leben. Auch sie gehen nicht zur Schule. Sie versuchen, irgendwie Geld zu verdienen, um zu überleben. Sie schlafen auf Parkplätzen oder in Einfahrten. 
 

Schüler aus Ghana

letzte Aktualisierung am 30.07.2026