Burundis Flagge Burundi

Eines der ärmsten Länder der Welt

Burundi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Auch wenn der Bürgerkrieg schon viele Jahre zurückliegt, hat dieser in dem kleinen afrikanischen Land noch immer seine Spuren hinterlassen. So ist Burundis Wirtschaft auch heute noch schwach. Viele der Flüchtlinge kehren zurück und müssen sich wieder in ihrer alten Heimat einfinden.

Dazu kommt die Armut aufgrund von schlechten Ernten. Während sich das Nachbarland Ruanda mittlerweile etwas erholen konnte - obwohl es ebenfalls vom Bürgerkrieg stark betroffen war - bleibt Burundi stecken und kommt nicht voran. Das bedingen die Hungersnöte und die Überbevölkerung im Land. Burundi ist auf Hilfe von außen angewiesen, ohne internationale Unterstützung ging es den Menschen noch schlechter.

Kaffee für den Export

Burundi verfügt zwar über eine Reihe von Bodenschätzen wie Kobalt, Gold, Uran, Nickel oder Kupfer. Sogar Erdöl hat man entdeckt. Aber diese Bodenschätze werden nur in geringem Maße abgebaut. In den letzten Jahren sind vereinzelt Projekte zum erweiterten Abbau und Export von beispielsweise Gold und Nickel entstanden.

Immer noch ist die Landwirtschaft am wichtigsten. Allerdings bauen die meisten Menschen die Produkte für den Eigenbedarf an. 85 von 100 Menschen leben von der Landwirtschaft. Sie bauen Süßkartoffeln, Mais, Reis und Bananen an, aber auch Tee, Maniok, Hirse und Kaffee. Kaffee, Tee und Gewürze tragen dabei den höchsten Anteil an Exportgütern bei. Die Industrie verarbeitet die Nahrungsmittel weiter, dennoch müssen viele Waren eingeführt werden. Lebensmittel sind immer wieder knapp.

Eine negative Handelsbilanz und mangelnde Infrastruktur

Fischfang und das Halten von Vieh wie Schafen und Ziegen spielen keine große Rolle, decken aber zu kleinen Teilen den Bedarf der Menschen an Fleisch und Fisch. Vor allem die Tutsi betreiben Viehzucht

Das Straßennetz ist schlecht ausgebaut, der Strom- und Internetzugang gering und die Wasser- und Sanitärversorgung unzureichend. Diese Defizite in der Infrastruktur erschweren die weitere Entwicklung. Einzelne Projekte im Land haben zum Ziel, die Versorgung, Mobilität und Wirtschaftlichkeit im Land langfristig zu verbessern, doch das braucht noch Zeit. Aktuell hat das Land eine negative Handelsbilanz. Das heißt, es kauft mehr Waren aus anderen Ländern ein, als es selbst verkauft. Das führt dazu, dass ein Land oft mehr Geld ausgibt, als es durch den Verkauf von eigenen Produkten einnimmt. Das kann zu Problemen führen, weil das Land dann Geld sparen oder leihen muss, um die Differenz auszugleichen.

 

 

Burundi und die wirtschaftliche Zukunft

Die Rohstoffvorkommen in Burundi sind für das Ausland attraktiv. Auch sind die Bedingungen für Landwirtschaft und/oder auch Tourismus in Burundi gar nicht so schlecht. Seit 2020 erhält das Land auch wieder mehr Zuschüsse von ausländischen Investoren. So könnte es in Zukunft neue Projekte geben. Es bestehen also durchaus Chancen für das Land, wenn auch die Kaufkraft der Bevölkerung aufgrund der Armut immer noch sehr niedrig ist und aufgrund der geringen Einwohnerzahl auch die Möglichkeit, Waren direkt im Land abzusetzen, nicht so hoch ist. Auch die Binnenlage des Landes ist noch Nachteil, weil Burundi keinen direkten Zugang zum Meer hat und somit der Transport von Waren teurer und schwieriger ist.

letzte Aktualisierung am 16.01.2026