Burkina Fasos Flagge Burkina Faso

Was isst man in Burkina Faso?

Hier gibt es Reis mit Soumbala.[ © Rik Schuiling / TropCrop - Tropical Crops Services / CC BY-SA 3.0 ]
Reis mit Soumbala
Kochbananen werden frittiert und heißen Alloco.[ © Roman Bonnefoy / CC BY-SA 3.0 ]
Verkauf von gebratenen Kochbananen
Die Auswahl an Obst und Gemüse ist groß.[ © Marco Schmidt / CC BY-SA 2.5 ]
Markt in Banfora, Burkina Faso
Huhn schmeckt mit Salat und Pommes![ © PrincessChaai / CC BY-SA 4.0 ]
Essen aus Burkina Faso
Zu einem Fest werden gegrilltes Huhn, Pommes, Salat und Reis serviert. Maggi steht auch bereit![ © PrincessChaai / CC BY-SA 4.0 ]
Festessen in Burkina Faso

In Burkina Faso sind Reis, Mais und Hirse die Grundnahrungsmittel. Man isst sie als Brei mit einer scharfen Soße. Hirse- oder Maisbrei heißen in Burkina Faso . Ausgesprochen wird das wie das englische Wort "toe". Die Mossi sagen auch Saghbo dazu. Die Soße wird zum Beispiel mit Okraschoten gekocht (ein Gemüse, das Soßen sämig macht) oder mit Erdnussbutter.

Würzen mit Soumbala

Scharf wird sie durch Zugabe von Chili und Piment. Ein typisches Gewürz in Burkina Faso ist außerdem Soumbala. Es wird hergestellt aus den Samen des Néré-Baumes. Soumbala sehen aus wie kleine schwarze Kugeln. Sie sind sehr nahrhaft, weil sie reich an Eiweiß sind und viele Mineralstoffe enthalten. Sie riechen ziemlich streng und verbreiten auf den Märkten ihren typischen Geruch.

Wie überall in Westafrika werden außerdem gerne industriell hergestellte Brühwürfel verwendet. Teils haben sie Soumbala als Gewürz ersetzt, da sie billiger sind. Man findet in fast jedem Rezept "Maggi-Würfel".

Essen mit der rechten Hand

Gegessen wird der Brei mit der rechten Hand, die ein Bällchen daraus formt, in die eine Delle gedrückt wird, mit der dann die Soße aufgenommen wird. Das ist typisch für ganz Westafrika. Der Brei wird übrigens morgens, mittags und abends gegessen.

Was isst man noch?

Ebenfalls in die Küche gehören Wurzelgemüse wie Yams, Maniok und Süßkartoffeln. Bohnen, Auberginen und Kochbananen werden viel gegessen. Kochbananen frittiert man, sie heißen dann Alloco und werden als Beilage verspeist. Weitere Gemüsesorten sind Kohl, Gurken, Tomaten und Kürbis.

Wer es sich leisten kann, isst dazu auch gerne Fleisch. Das kommt dann mit in die Soße. Huhn, Lamm, Ziege und Rind wird am häufigsten gegessen. In den kleinen Restaurants, den Maquis, erhält man eine Spezialität, die Fahrradhähnchen. Ja, die heißen wirklich so. Auf Französisch: Poulet bicyclette. Es ist ein gegrilltes Hähnchen. Perlhühner isst man ebenfalls gerne. Auch Fisch wird sehr geschätzt. Im Süden, wo weniger Muslime leben, wird auch Schweinefleisch gegessen.

Typische Gerichte sind Babenda mit Spinat und Reis sowie Riz Gras, das aus Reis, Tomaten und Fleisch gekocht wird. Gern isst man übrigens auch Spaghetti mit Tomatensoße. Obst gibt es reichlich, denn hier wachsen zum Beispiel Mangos, Bananen, Papaya und Ananas.

Was gibt es zu trinken?

Getrunken wird vor allem Wasser, aber auch Bissap, ein Saft aus Hibiskus-Blüten. Du kannst Bissap nachkochen, schau in unseren Mitmachtipp! Aus Hirsemehl und Wasser macht man mit etwas Zucker, Tamarinden- oder Zitronensaft Zoom-Koom, das bedeutet übersetzt Mehlwasser.

letzte Aktualisierung am 30.04.2020