Burkina Fasos Flagge Burkina Faso

Wie sieht der Alltag in Burkina Faso aus?

In solchen Häusern leben viele Menschen in Burkina Faso.[ © Quelle: pixabay.com ]
Wohnhaus in Burkina Faso
Im Dorf Lalgaye wohnen Mossi. So wie auf dem Bild sieht es zur Regenzeit aus.[ © SoKr / CC BY-SA 3.0 ]
Dorf der Mossi in Burkina Faso
In Ouagadougou sieht es etwas anders aus als auf dem Land![ © Neonstar / CC BY-SA 3.0 ]
Straße und Häuser in Ouagadougou

Die Familien in Burkina Faso sind groß. Jede Frau bekommt im Durchschnitt mehr als vier Kinder. Darum gibt es viel mehr Kinder und Jugendliche als bei uns. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist unter 18 Jahre alt. Mit 18 Jahren sind schon mehr als die Hälfte der Mädchen in Burkina Faso (52 von 100 18-jährigen) verheiratet.

Die meisten Burkinabé, nämlich 70 von 100, leben auf dem Land. Viele Familien haben ein wenig Land. Dort bauen sie Obst und Gemüse an. Die Kinder müssen dabei helfen. Mädchen unterstützen ihre Mütter schon früh im Haushalt. Sie passen auf jüngere Geschwister auf, kochen oder waschen das Geschirr und die Wäsche. Sie holen Wasser vom Brunnen oder sie sammeln Brennholz. Babys und kleine Kinder werden auf dem Rücken herumgetragen, von der Mutter, aber auch von den älteren Mädchen.

Wo wohnen die Kinder? Die Häuser auf den Dörfern sind aus Lehm gebaut. Die Erde wird mit Wasser gemischt und daraus formt man dann Lehmziegel. Meistens sind es runde Hütten, gedeckt mit Stroh. Bei den Mossifamilien sind mehrere solcher Hütten durch eine Lehmmauer miteinander verbunden. Ein Mann kann mehrere Ehefrauen haben – bis zu vier. Jede lebt mit ihren Kindern in einer Hütte. Manchmal gibt es im Hof ein weiteres viereckiges Gebäude, in dem dann der Mann wohnt. Jedes Dorf hat einen Chef, den naaba.

In der Stadt, zum Beispiel in Ouagadougou, sind die Häuser aus Stein gebaut. Es gibt viele zweistöckige Häuser. Während es in der Stadt fast überall fließendes Wasser gibt, ist das auf dem Land eher selten. Wasser muss aus dem Brunnen geholt werden – zum Kochen, Waschen, Putzen. Strom gibt es auf dem Land meistens auch nicht.

Spielzeug haben die burkinabischen Kinder meistens nicht. Sehr beliebt, wie in ganz Afrika, ist Fußball bei den Jungen. Gespielt wird ansonsten mit allem, was man so draußen findet. Beliebt sind auch Tanzen und Singen. Das Leben spielt sich sowieso vor allem draußen ab. Drinnen ist es eh viel zu warm. Gekocht wird auch meistens draußen, auf einem offenen Feuer. Tiere laufen überall frei herum.

Fahrräder und Motorräder beherrschen die Straßen mehr als es Autos tun. Auch Eselskarren sind immer wieder zu sehen.

Auch wenn es nicht so aussieht: Das ist eine Stadt. Sie heißt Dori und hat 106.000 Einwohner.[ © Baliola / CC BY-3.0 ]
letzte Aktualisierung am 30.04.2020