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Am Tag der Toten gibt es süßes Brot, das Pan de Muerte.[ © Quelle: pixabay.com ]
Pan de Muerte
Diese Schädel sind Süßigkeiten![ © Quelle: pixabay.com ]
Schädel aus Zucker
So kann ein Altar für die Toten aussehen.[ © FridaArriaga / CC BY-SA 4.0 ]
Altar zum Tag der Toten
Nachbildungen von Schädeln werden ebenfalls zum Tag der Toten verkauft.[ © Quelle: pixabay.com ]
Nachbildungen von Schädeln zum Tag der Toten
Typische Blumen zum Tag der Toten sind Tagetes oder andere gelbe oder orange Blumen.[ © Quelle: pixabay.com ]
Halloween in Mexiko

Das Totenfest: Día de los Muertos

Einer der wichtigsten Feiertage ist in Mexiko der Tag der Toten, der Día de los Muertos, wie er auf Spanisch heißt. Gefeiert wird am 1. und 2. November. Das entspricht in der katholischen Kirche Allerheiligen und Allerseelen. Im mexikanischen Totenfest haben sich Traditionen und Brauchtum der Indios mit denen der Katholiken vermischt.

Die Maya und die Azteken glaubten, dass die Toten einmal im Jahr auf die Erde zurückkehren würden. Dort würden sie mit den Lebenden zusammen ein großes Wiedersehensfest feiern. Die spanischen christlichen Missionare versuchten, das Fest, das im August gefeiert wurde, abzuschaffen. Das gelang aber nicht und so wurde es mit Allerheiligen zusammengelegt und nun Anfang November gefeiert.

Ein fröhliches Fest

Der Tag der Toten ist aber kein Tag der Trauer, sondern ein fröhliches Volksfest. Im Glauben der Mexikaner kehren die Seelen der Verstorbenen an diesem Tag zurück zu ihren Verwandten. Ihrem Gedenken ist das Fest gewidmet. Dafür werden die Straßen, Wohnungen und Friedhöfe mit gelben und orangen Blumen geschmückt. Sie sollen den Toten helfen, den Weg vom Friedhof zur Wohnung zu finden. Überall sieht man außerdem Skelette und Schädel als Schmuck.

Gaben für die Toten

In den Wohnungen bereitet man den Toten einen Altar und Gabentisch, der oft aus mehreren Etagen besteht. Darauf kommen die Ofrendas, die Gaben für die Toten. Neben Fotos der Verstorbenen, Blumen und Kerzen, oft auch einem Kreuz und Rosenkränzen finden sich darauf auch die Lieblingsspeisen und -getränke der Toten. Mit ihnen sollen sie sich stärken. Dazu gibt es das süße Totenbrot Pan de muerte oder Totenschädel aus Zuckermasse, die Calavera de dulce. Später essen die Feiernden die Lebensmittel. Man erzählt sich Begebenheiten aus dem Leben der Verstorbenen, das können auch lustige Geschichten sein. Einige Familien feiern auch direkt auf dem Friedhof.

Tanz auf dem Friedhof

Am 1. November gedenkt man der Seelen der verstorbenen Kinder, am 2. November der der Erwachsenen, dies ist der eigentliche Tag der Toten. Auf dem Friedhof verabschiedet man sich abends wieder von ihnen. Auch dort wird gegessen und getanzt. Um Mitternacht kehren die Toten dann wieder ins Jenseits zurück.

Das Totenfest kommt in den Norden

Im Norden von Mexiko kennt man den Tag der Toten traditionellerweise nicht, denn hier lebten keine der mesoamerikanischen Völker. Heute wird es hier mehr gefeiert als früher, denn einige Familien brachten es beim Umzug in den Norden mit, außerdem gehört der Tag der Toten seit einiger Zeit zum Lehrplan aller Schulen. Besonders im Norden hält aber auch Halloween aus den USA Einzug in Mexiko.

letzte Aktualisierung am 16.12.2017