Syriens Flagge Syrien

Schule und Bildung in Syrien

Vor dem Bürgerkrieg galt das Bildungssystem in Syrien als vergleichsweise gut entwickelt. Die Schulbildung war für Kinder kostenlos, und die meisten Jungen und Mädchen gingen zur Schule. Viele Menschen konnten lesen und schreiben. Auch Universitäten gab es im Land, zum Beispiel in Damaskus, Aleppo oder Homs.

Wie funktioniert das Schulsystem?

Kinder beginnen normalerweise mit etwa sechs Jahren die Schule. Zuerst besuchen sie die Grundschule, die sechs Jahre dauert. Danach folgt eine Mittelschule (oft drei Jahre) und anschließend eine weiterführende Schule, auf der sich Jugendliche auf einen Beruf oder ein Studium vorbereiten können. Unterrichtet werden Fächer wie Arabisch, Mathematik, Naturwissenschaften, Geschichte, Religion und Fremdsprachen. Englisch ist in vielen Schulen eine wichtige Fremdsprache.

Schulen während des Krieges

Der Bürgerkrieg hatte große Auswirkungen auf das Bildungssystem. Viele Schulen wurden zerstört oder mussten schließen. Manche Familien flohen aus ihren Städten, und viele Kinder konnten deshalb jahrelang nicht zur Schule gehen. In einigen Regionen war der Schulweg auch zu gefährlich.

Schule in Syrien heute

Heute gibt es in vielen Teilen Syriens wieder Unterricht. Einige Schulen wurden repariert oder neu aufgebaut, oft mit Hilfe internationaler Organisationen wie UNICEF. Dennoch haben viele Kinder noch Schwierigkeiten, regelmäßig zur Schule zu gehen. Manche Familien haben wenig Geld für Schulmaterialien oder leben in Regionen, in denen noch nicht alle Schulen wieder geöffnet sind.

Trotz dieser Probleme versuchen viele Lehrerinnen und Lehrer, den Kindern wieder Unterricht zu ermöglichen. Bildung gilt für viele Familien als besonders wichtig, denn sie hoffen, dass ihre Kinder später einmal bessere Chancen auf Arbeit und ein gutes Leben haben.

letzte Aktualisierung am 06.03.2026