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Nahrungsmangel in Nepal

In Nepal lebt ein hoher Anteil an Kindern, die noch nicht acht Jahre alt sind. Die Zahl der Kinder, die ohne Eltern aufwachsen, steigt in Nepal. Viele Kinder in Nepal sind mangelernährt – ein hoher Anteil ist für ihr Alter zu klein oder zu leicht, weil sie nicht genug und nicht gesund essen können. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Mangelernährung die Abwehrkräfte schwächt und viele Todesfälle bei Kindern vermeidbar wären, wenn sie ausreichend zu essen hätten.

Nepal zählt zu den Ländern, die immer noch große Probleme mit der Ernährung ihrer Bevölkerung haben und Kinder trifft es am härtesten. So leiden viele Kinder an Wachstumsstörungen und sind für ihr Alter viel zu klein. Da die Preise für Nahrungsmittel steigen und es oft Naturkatastrophen im Land gibt wie Dürren, Erdrutsch oder Hochwasser, sind hier vor allem die ärmsten betroffen. 

Situation der Mädchen und Frauen in Nepal

Mädchen gelten in Nepal als weniger wert als Jungen. Es gehen zwar mittlerweile mehr Mädchen als früher zur Schule, was aber nicht bedeutet, dass sie ihre Ausbildung abschließen. Viele Mädchen verlassen die Schule frühzeitig, um ihre Familie zu unterstützen.

Frühe Heirat – ein schwerer Start ins Leben

Manche Mädchen werden in Nepal schon sehr jung verheiratet. Die Eltern hoffen oft, dass sie so weniger Sorgen haben: Die Tochter kostet kein Geld mehr und bleibt in der Nähe der Familie. Häufig entscheiden die Eltern über die Hochzeit und suchen selbst einen Ehemann für ihr Kind aus.

Nach der Hochzeit bekommen viele Mädchen sehr früh eigene Kinder. Für die Schule bleibt dann kaum noch Zeit. Dadurch verlieren sie die Chance auf eine gute Ausbildung und einen Beruf, mit dem sie später genug Geld verdienen könnten. Stattdessen müssen sie schon als Kinder hart arbeiten. Diese Arbeit ist oft anstrengend und wird schlecht oder gar nicht bezahlt. So wird es für die Mädchen sehr schwierig, sich ein besseres Leben aufzubauen.

Und wie ist es mit den Jungen in Nepal?

Auch viele Jungs in Nepal können nicht selbst über ihr Leben entscheiden. Wenn die Eltern es wollen, müssen sie schon sehr früh heiraten. Manchmal ist der Bräutigam sogar jünger als die Braut. In diesem Fall muss die Familie des Mädchens weniger Mitgift bezahlen. Trotzdem werden insgesamt deutlich mehr Mädchen als Jungen sehr jung verheiratet.

Viele Jungen hören außerdem schon früh mit der Schule auf. Oft müssen sie ab etwa 13 Jahren arbeiten, um Geld für ihre Familie zu verdienen. Dadurch bleibt auch ihnen die Chance auf eine gute Ausbildung verwehrt. Sie übernehmen viel Verantwortung, obwohl sie selbst noch Kinder sind.

Kinderheirat – ein Gesetz, das nicht immer schützt

In Nepal ist Kinderheirat schon seit 1963 verboten. Trotzdem werden noch immer viele Kinder viel zu früh verheiratet. Laut UNICEF heiraten etwa 35 von 100 Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag (aktualisiert 2025). Obwohl Nepal seit 2006 eine Demokratie ist, halten sich manche Familien weiterhin an sehr alte Traditionen.
 

Gesundheit, Strom und Trinkwasser

In Nepal ist die medizinische Versorgung oft schlecht. Es gibt zu wenige Ärztinnen und Ärzte, und viele wichtige Medikamente fehlen. Eine Krankenversicherung, wie wir sie aus vielen anderen Ländern kennen, haben die meisten Menschen nicht. Wenn jemand krank wird, ist Hilfe deshalb schwer zu bekommen.

Auch im Alltag gibt es viele Probleme. Der Strom fällt in manchen Gegenden mehrmals am Tag aus. In vielen Häusern gibt es keinen Kamin oder Schornstein. Deshalb bleibt der Rauch vom Kochen im Raum. Gekocht wird oft mitten im Zimmer über einem offenen Herd, der mit Holz befeuert wird. Dieses Holz muss häufig von weit her geholt werden.

Gefährliche Benzinkocher

In den Städten benutzen manche Familien auch Benzinkocher. Doch egal, ob Holz oder Benzin: Der Rauch ist ungesund und kann die Lunge krank machen. Besonders Kinder und Frauen leiden darunter, weil sie sich oft lange in diesen Räumen aufhalten.

Ein weiteres großes Problem ist das Trinkwasser. Nicht alle Menschen in Nepal haben Zugang zu sauberem Wasser. Oft muss Wasser aus Flüssen, Brunnen oder weit entfernten Wasserstellen geholt werden. Dieses Wasser ist nicht immer sauber und kann krank machen. Vor allem Kinder bekommen dadurch Durchfall oder andere Krankheiten, die gefährlich werden können, wenn keine medizinische Hilfe da ist.

letzte Aktualisierung am 06.02.2026