Laoss Flagge Laos

Wirtschaft in Laos – Warum ist das Land noch so arm?

Laos hat in den letzten Jahren wirtschaftlich aufgeholt, aber viele Menschen sind trotzdem arm. Zwar wächst die Wirtschaft langsam, doch das Geld ist sehr ungleich verteilt – viele Menschen leben nach wie vor von sehr wenig.

Erst in den 1980er-Jahren öffnete sich das Land für den Handel und führte wirtschaftliche Reformen ein. Seitdem hat sich einiges verändert, aber Laos zählt immer noch zu den ärmsten Ländern Asiens.

Landwirtschaft – viele arbeiten auf dem Feld

Noch immer arbeiten etwa 70 von 100 Menschen in der Landwirtschaft. Das heißt, sie pflanzen Reis, Gemüse oder Kaffee an, halten Tiere oder sammeln Holz und Waldfrüchte. Doch obwohl so viele Menschen in der Landwirtschaft arbeiten, trägt dieser Bereich nur etwa 17 % zur gesamten Wirtschaft bei (Stand 2025).

In Laos werden hauptsächlich angebaut:

  • Reis – das wichtigste Lebensmittel für die Menschen
  • Zuckerrohr
  • Kaffee – vor allem im Süden auf der Bolaven-Hochebene
  • Tabak
  • Baumwolle
  • Mais und Maniok

Oft reicht die Ernte gerade so zum Leben – viele Familien wirtschaften nur für den eigenen Bedarf.

Energie, Bergbau und Tourismus

Andere Bereiche werden für Laos immer wichtiger:

  • Wasserkraft: Die Flüsse in Laos werden zur Stromgewinnung genutzt. Viele große Staudämme erzeugen Strom, der in Nachbarländer wie Thailand oder Vietnam verkauft wird.
  • Bergbau: Es werden Rohstoffe wie Gold, Kupfer und Zinn abgebaut.
  • Industrie: Vor allem im Bereich Textilien, Holzverarbeitung und Nahrungsmittelproduktion gibt es kleinere Fabriken.
  • Tourismus: Immer mehr Menschen besuchen Laos – vor allem wegen der Natur und den Tempeln. Orte wie Luang Prabang sind besonders beliebt.

Umweltprobleme durch Wirtschaftswachstum

Durch den Ausbau der Wirtschaft entstehen auch große Probleme für die Umwelt:

  • Wälder werden abgeholzt, um Platz für Felder, Plantagen oder Bauprojekte zu schaffen.
  • Häufig geschieht das durch Brandrodung, obwohl es verboten ist.
  • Tiere verlieren ihren Lebensraum – viele bedrohte Arten sind betroffen.
  • Staudämme stören den Fluss des Mekong und damit das Leben von Fischen und Menschen.
  • Grundwasser wird knapper und Böden trocknen aus.

Oft fehlt es an Aufklärung über Umweltschutz, besonders in abgelegenen Gebieten. Dabei ist die Natur ein wichtiger Schatz des Landes.

Wusstest du?

Laos nennt sich selbst die „Batterie Südostasiens“, weil es so viel Strom aus Wasserkraft erzeugt. Doch nicht jeder im Land profitiert davon – viele Dörfer auf dem Land haben selbst keinen Stromanschluss.

Wohin mit laotischer Ware?

Wirtschaftliche Verbindungen hat Laos in erster Linie zu China, Vietnam und Thailand. Viele Waren, die im Land erzeugt werden, führt Laos in diese Länder aus. Als Binnenstaat hat es Laos aber sehr viel schwerer, Außenhandel zu betreiben. Anders als zum Beispiel das Nachbarland Vietnam besitzt es keinen Hafen direkt am Meer, von wo aus Waren verschifft werden könnten.

Handel mit Nachbarländern

HaupthandelspartnerWichtige Exportwaren
ThailandStrom, Textilien, Landwirtschaftsprodukte
VietnamReis, Holz, Metall
ChinaStrom, Rohstoffe, Früchte

Fragen zur Wirtschaft in Laos

1. Womit verdienen die Menschen in Laos ihr Geld?
Viele arbeiten in der Landwirtschaft oder im Bergbau, andere im Tourismus oder verkaufen Strom aus Wasserkraft.

2. Warum ist Laos so arm?
Weil es wenig Industrie gibt, viele Menschen nur für sich selbst wirtschaften und es keinen Zugang zum Meer hat – das erschwert den Handel.

3. Was wird in Laos angebaut?
Hauptsächlich Reis, dazu Kaffee, Zuckerrohr, Tabak, Mais und Baumwolle.

4. Was ist das Problem mit der Umwelt?
Wälder werden gerodet, Tiere verlieren ihren Lebensraum und Staudämme verändern Flüsse – das schadet Natur und Menschen.

5. Was bedeutet Binnenstaat?
Ein Binnenstaat hat keine eigene Küste und damit keinen Hafen, um direkt Waren per Schiff zu exportieren.

letzte Aktualisierung am 22.01.2026