Georgiens Flagge Georgien

Bei einem Supra stehen viele Speisen auf dem Tisch![ © rugbyxm / CC BY-2.0 ]
Supra in Georgien

Geselligkeit beim Supra

Georgier essen gerne in größerer Runde. An den Wochenenden treffen sich die Familien mit Gästen und halten ein Supra ab. So nennt man die gemeinsame Tischrunde. Diese Runde hat immer einen Tischmeister, den Tamada. In kleineren Runden ist das der Hausherr, bei größeren Festen wird ein Tamada ausgesucht oder gewählt.

Der Tamada ist auch für die Trinksprüche zuständig. Diese Sprüche besitzen eine feste Reihenfolge. Es wird immer auf das Wohl der Gastfamilie getrunken, auf den Frieden, auf Georgien und auf verstorbene Verwandte.

Das sind die Gemüse-Zutaten für Tschanachi, einen Hammeleintopf.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Zutaten für Tschanachi

Und was isst man gerne in Georgien?

Fleisch, Nüsse und eine Vielfalt an Obst und Gemüse machen die georgische Küche abwechslungsreich. So wird Fleisch vom Schwein, Rind und Hammel gerne gegessen, aber auch Huhn, Hirsch, Kaninchen oder Fasan stehen auf dem Speiseplan. Im Westen schmeckt Mais häufig, im Osten eher Weizen. Viele Rezepte enthalten Walnüsse. Auch Auberginen findet man vielfach. Weiter werden Kartoffeln, Tomaten, Bohnen, Paprika und Zwiebeln oft verwendet.

Das ist Tschachochbili, ein Hähncheneintopf mit Tomaten-Zwiebelsoße.[ © Victor Vizu / CC BY-SA 3.0 ]
Tschachochbili aus Georgien

Typische Speisen

Als Vorspeisen schmecken den Georgiern zum Beispiel gefüllte Auberginen mit Walnusspaste oder luftgetrocknetes Rindfleisch. Als Hauptspeise könnte ein Hähncheneintopf mit Tomaten-Zwiebelsoße folgen. Hammeleintopf schmeckt ebenfalls mit Auberginen und auch Schaschlik ist beliebt.

Gerne isst man Soßen dazu, etwa aus Walnüssen, Mirabellen oder Tomaten. Scharfe Peperonipasten heißen hier Adschika. Zwischendurch gern gegessen wird Chatschapuri, ein überbackenes Käsebrot. Es gibt verschiedene Varianten, mit Käse und Spiegelei zum Beispiel oder mit Kartoffelpüree.

Chinkali sind gefüllte Teigtaschen.[ © Kolya Pynti / CC BY-SA 2.0 ]
Chinkali

Chinkali - eine georgische Spezialität

Chinkali sind Teigtaschen. Sie können gefüllt sein mit Hackfleisch, aber auch mit Käse oder Schmand. Gegessen werden die Chinkali mit der Hand. Dafür gibt es eine bestimmte Technik: Man nimmt ein Chinkali an seiner (weniger heißen) Spitze, beißt dann etwas Teig ab, saugt den Saft heraus und isst dann den Rest. Die Teigspitze aber wird nicht gegessen, sondern an den Rand des Tellers gelegt. So kann man am Ende der Mahlzeit zählen, wie viele Chinkali jeder Esser geschafft hat. Wie du Chinkali selbst zubereiten kannst, erfährst du in unserem Mitmachtipp!

Diese Tschurtschchela wurden mit Walnüssen gemacht.[ © Levan Gokadze / CC BY-SA 2.0 ]
Tschurtschchela aus Georgien

Was gibt es zum Nachtisch?

Ein besonders beliebter Nachtisch heißt Tschurtschchela. Dabei handelt es sich um Hasel- oder Walnüsse, die auf einen Faden gebunden werden. Dann werden sie so lange in angedickten Traubensaft gehalten, bis sich davon eine Schicht auf die Nüsse gelegt hat. Anschließend trocknen die Tschurtschchela in der Sonne und müssen dann noch zwei Monate reifen. Dann ist es eine weiche Nascherei.

Adscharuli Chatschapuri: Das Brot wird gefüllt mit Käse und einem Spiegelei.[ © Yanina Bondarenko / CC BY-SA 2.0 ]
letzte Aktualisierung am 09.04.2020