Simbabwes Flagge Simbabwe

Sadza ist ein ganz typisches Gericht in Simbabwe, hier wird es mit Wurst angerichtet. [ © Nyasha l guzha / CC BY-SA 4.0 ]
Sadza, Simbabwe

Ein Brei namens Sadza

Wie in den meisten afrikanischen Ländern gibt es auch in Simbabwe ein ganz typisches Gericht. Es heißt in der Sprache der Shona Sadza. Die Ndebele nennen es Isitshwala. Es handelt sich jedenfalls um einen Brei, der aus Maismehl gerührt wird und den viele Simbabwer als Hauptnahrungsmittel essen. Dazu kann es eine Vielzahl an Gerichten geben. Neben Gemüse und Fleisch schmecken auch Fisch, Joghurt oder Mopane-Raupen zu Sadza. In Namibia hat dieser Maisbrei den Namen Pap und in Malawi und Sambia heißt er Nsima.

In afrikanischen Ländern solltest du immer die rechte Hand zum Essen verwenden. [ © Quelle: pixabay.com ]
Rechte und linke Hand

Rechte Hand und linke Hand: ein Unterschied in Afrika!

Übrigens essen Afrikaner diesen Brei gerne mit den Händen. Wenn sie ihre Hände nutzen, dann allerdings nur die rechte, denn die Verwendung der linken Hand ist nicht hygienisch. Vor dem Essen werden die Hände gewaschen.

Die Simbabwer nehmen etwas vom dem Brei und bilden einen kleinen Ball, in dessen Mitte eine Loch gedrückt wird. Dieses Loch übernimmt die Funktion eines Löffels und man isst dann das oft zum Sadza gereichte Gemüse eines Eintopfs. Diesen Gemüseeintopf bieten Simbabwer an Festtagen gerne auch mit Fleisch an. Das ist dann meistens Geflügel- oder Schweinefleisch.

Viele Menschen leben in Simbabwe von den Produkten, die sie selbst auf dem Acker oder im Garten anbauen. [ © cosv / CC BY-SA 3.0 ]
Garten, Simbabwe

Gemüse für den Eigenbedarf

Leider ist die Landwirtschaft in Simbabwe lange nicht mehr so vielfältig wie vor einigen Jahren. Die Bewohner bauen zwar noch Gemüse für den Eigenbedarf an, vieles müssen sie aber aus dem Ausland einführen. Das ist für die armen Menschen dann oft zu teuer.

Das Essen muss die Menschen in erster Linie satt machen, damit sie überleben. Es gibt zwar auch Früchte, aber diese sind für die Ausfuhr bestimmt und kommen bei den Bewohnern seltener auf den Tisch.

So sehen Biltong-Streifen aus, die zu Hause gemacht wurden.[ © Jamsta / CC BY-SA 3.0 ]
Biltong

Und was mögen die Simbabwer noch gerne?

Zum Frühstück gibt es gerne einen Brei, den Bota. Er wird wie Sadza aus Maismehl gerührt, ist aber dünner und wird gerne mit Erdnussbutter oder Marmelade gesüßt. Sadza gibt es dann mittags und abends. Noch von den Briten stammt die Sitte, nachmittags Tee zu trinken.

Beliebt ist auch Biltong. Das sind gesalzene und getrocknete Fleischstreifen. Das Fleisch stammt meistens vom Rind oder Wild. Reis, Nudeln und Kartoffeln in Form von Pommes kommen auch in Simbabwe auf den Tisch.

letzte Aktualisierung am 15.05.2020