Namibia
Viele Menschen haben sich mit AIDS angesteckt
In Namibia gehört HIV/Aids weiterhin zu den großen Gesundheitsproblemen. Allerdings ist Aids heute nicht mehr die häufigste Todesursache, da die Behandlungsmöglichkeiten besser geworden sind und weniger Menschen daran sterben. Namibia hat immer noch eine der höheren HIV-Raten weltweit. Heute sind etwa 10 von 100 der Erwachsenen zwischen 15 und 49 Jahren HIV-positiv. Das entspricht ungefähr jedem zehnten Menschen, was sehr viel ist, doch war es früher sehr viel mehr.
Insgesamt leben rund 230.000 Menschen mit HIV im Land. Die Zahl der Todesfälle ist in den letzten Jahren gesunken, weil viele Betroffene Medikamente erhalten. Auch Kinder sind betroffen. Mehr als 7.000 Kinder leben selbst mit HIV, und viele haben durch die Krankheit ihre Eltern verloren. Genaue aktuelle Zahlen zu Aids-Waisen sind schwer festzulegen, aber es gibt weiterhin viele Kinder, die ohne Eltern aufwachsen.
Vor allem Frauen und Mädchen stecken sich häufiger mit HIV an als Jungen und Männer. Etwa 65 von 100 Infizierten Personen sind weiblich. Auch die meisten Neuinfektionen betreffen junge Frauen. Ihr Risiko, sich anzustecken, ist deutlich höher als bei Männern.