Kenias Flagge Kenia

Was ist ein Leberwurstbaum?

So schauen die Früchte des Leberwurstbaums aus. Erinnern diese dich an etwas? [ © I, Jessp / CC BY-SA 3.0 ]
Früchte, Leberwurstbaum

Einen großen Teil Kenias macht die Halbwüste aus. Hier fällt fast kein Niederschlag und hier können auch nur Pflanzen überleben, die damit klar kommen. Akazien gelingt das und auch verschiedenen Dornbüschen. Vor allem die Flötenakazie ist für die Halbwüste bekannt. In Mittel- und Südkenia findest du vor allem Schirm- und Flötenakazien.

Ein ganz besonderer Baum ist auch der Affenbrotbaum, der eine Höhe von 20 Metern und mehrere hundert Jahre alt werden kann. Er vermag riesige Wassermengen zu speichern, um in Trockenzeiten zu überleben. Ein weiterer besonderer Baum ist der Leberwurstbaum. Der heißt so, weil seine Früchte tatsächlich wie Leberwürste aussehen.

Kleinia Petraea heißt diese Pflanze. Sie hat ziemlich dicke Blätter, in der sie Wasser speichert.[ © Quelle: pixabay.com ]
Kleinia Petraea

Harte Bedingungen für Pflanzen

In der natürlichen Landschaft Kenias wächst nicht so viel, denn hier herrscht oft Wassermangel. Pflanzen, die hier überleben wollen, mussten sich an die harten Bedingungen anpassen. Oftmals brennt die Sonne tagelang auf sie herunter und die Dürre macht ihnen zu schaffen.

Sie werfen darum ihr Laub ab, um nicht so viel Wasser zu benötigen. Sie entwickeln dicke und wachsartige Blätter, um Wasser zu speichern, schützen sich mit Stacheln, damit sie keiner anknabbert, und zeigen sich oftmals sehr viel unauffälliger als ihre Kollegen, die Blumen. So leuchten sie vielleicht nicht ganz so hell und bunt, sind aber Überlebenswunder der Natur.

Mangroven und Kokos an den Küsten

Da Kenia über eine lange Küste verfügt, wachsen in den Sümpfen an der Küste auch Mangroven und bilden große Wälder. Dazu kommen auch Kokospalmen, die wieder sehr nützlich sind, da man aus ihren Nüssen alles Mögliche gewinnen kann.

Regenwald gibt es in Kenia fast nicht mehr.[ © Quelle: pixabay.com ]
Regenwald

Regenwald

Der Regenwald in Kenia ist stark zurückgegangen. Diese Wälder, in denen es immer feucht bleibt, zeigen eine große Üppigkeit der Pflanzen und Bäume. Besonders faszinierend sind die Regenwaldbäume, die ein nahezu geschlossenes Dach bilden und fast kein Sonnenlicht durchdringen lassen. Hier wachsen Bäume bis zu 60 Meter in die Höhe. Doch auch hier ist die Blütenpracht reduziert und die weiteren Pflanzen, die hier wachsen, bleiben meist leicht bleich und ziemlich farblos. Orchideen, Farne und Moose gehören zu ihnen.

Kenias Berge sind vielfach sehr grün. [ © Quelle: pixabay.com ]
Bergwald, Kenia

Bergwald

Häufiger zu finden ist Bergwald, denn Kenia hat einige hohe Gebirge aufzuweisen. In den Mount-Kenya-Bergen ist zum Beispiel der Bergbambus zu finden. Er braucht sehr viel Niederschlag, um seine Höhe von bis zu 15 Metern zu erreichen. Oberhalb der Waldgrenze, also dort, wo keine Bäume mehr wachsen können, findest du Moorland. Auch oberhalb von 4500 Metern wachsen noch Pflanzen wie Glockenblumen und Korbblütler und viele verschiedene Gräser.

Viele Pflanzen - aus aller Welt

Der Hibiskus wurde wie viele andere Pflanzenarten nach Kenia gebracht. [ © Housoubri-2.jpg, Darendrojit / CC BY 3.0 ]
Hibiskus

Die Pflanzenwelt Kenias ist äußerst vielfältig. So wurden schon mehr als 11.000 Pflanzenarten gezählt und dazu gehören riesige Bäume, aber auch winzige Blümchen. So wächst alles Mögliche in Kenia, allerdings nur dort, wo es ausreichend Wasser gibt. In den Parks und auch in den großen Hotelanlagen des Landes wird künstlich bewässert.

Viele der blühenden Pflanzen kommen ursprünglich gar nicht aus Kenia, sondern wurden aus anderen Ländern eingeführt. Dazu zählen auch die rosa blühenden Bougainvillea, die ihre Heimat in Südamerika haben. Rosen und Margeriten stammen aus Europa und der Hibiskus aus China.

1 2 3
letzte Aktualisierung am 14.05.2020