Kenia
Was ist ein Leberwurstbaum?
Einen großen Teil Kenias macht die Halbwüste aus. Hier fällt fast kein Niederschlag und hier können auch nur Pflanzen überleben, die damit klar kommen. Akazien gelingt das und auch verschiedenen Dornbüschen. Vor allem die Flötenakazie ist für die Halbwüste bekannt. In Mittel- und Südkenia findest du vor allem Schirm- und Flötenakazien.
Ein ganz besonderer Baum ist auch der Affenbrotbaum, der eine Höhe von 20 Metern und mehrere hundert Jahre alt werden kann. Er vermag riesige Wassermengen zu speichern, um in Trockenzeiten zu überleben. Ein weiterer besonderer Baum ist der Leberwurstbaum. Der heißt so, weil seine Früchte tatsächlich wie Leberwürste aussehen.
Harte Bedingungen für Pflanzen
In der natürlichen Landschaft Kenias wächst nicht so viel, denn hier herrscht oft Wassermangel. Pflanzen, die hier überleben wollen, mussten sich an die harten Bedingungen anpassen. Oftmals brennt die Sonne tagelang auf sie herunter und die Dürre macht ihnen zu schaffen.
Sie werfen darum ihr Laub ab, um nicht so viel Wasser zu benötigen. Sie entwickeln dicke und wachsartige Blätter, um Wasser zu speichern, schützen sich mit Stacheln, damit sie keiner anknabbert, und zeigen sich oftmals sehr viel unauffälliger als ihre Kollegen, die Blumen. So leuchten sie vielleicht nicht ganz so hell und bunt, sind aber Überlebenswunder der Natur.
Mangroven und Kokos an den Küsten
Da Kenia über eine lange Küste verfügt, wachsen in den Sümpfen an der Küste auch Mangroven und bilden große Wälder. Dazu kommen auch Kokospalmen, die wieder sehr nützlich sind, da man aus ihren Nüssen alles Mögliche gewinnen kann.
Regenwald
In Kenia gibt es Regenwälder, in denen es immer feucht bleibt. Dort wachsen viele Pflanzen und Bäume dicht an dicht. Manche Bäume sind sehr groß und hoch – bis zu 60 Meter! Die Baumkronen bilden ein Dach, das fast kein Sonnenlicht durchlässt. Leider ist der Regenwald in Kenia in den letzten Jahren viel kleiner geworden. Viele Wälder sind verschwunden, weil Menschen Flächen für Landwirtschaft oder Häuser gebraucht haben. Auch Bäume, die illegal gefällt wurden, und Brände haben den Wäldern geschadet.
Durch den Verlust der Wälder gibt es weniger verschiedene Pflanzen. Einige Pflanzen, wie Farne, Moose und Orchideen, sind deshalb seltener oder sehen nicht mehr so bunt aus wie früher. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Einige Menschen und Gruppen arbeiten daran, die Wälder zu schützen und neue Bäume zu pflanzen, damit die Wälder wieder wachsen können.
Bergwald
Häufiger zu finden ist Bergwald, denn Kenia hat einige hohe Gebirge aufzuweisen. In den Mount-Kenya-Bergen ist zum Beispiel der Bergbambus zu finden. Er braucht sehr viel Niederschlag, um seine Höhe von bis zu 15 Metern zu erreichen. Oberhalb der Waldgrenze, also dort, wo keine Bäume mehr wachsen können, findest du Moorland. Auch oberhalb von 4500 Metern wachsen noch Pflanzen wie Glockenblumen und Korbblütler und viele verschiedene Gräser.
Viele Pflanzen - aus aller Welt
Die Pflanzenwelt Kenias ist äußerst vielfältig. So wurden schon mehr als 11.000 Pflanzenarten gezählt und dazu gehören riesige Bäume, aber auch winzige Blümchen. So wächst alles Mögliche in Kenia, allerdings nur dort, wo es ausreichend Wasser gibt. In den Parks und auch in den großen Hotelanlagen des Landes wird künstlich bewässert.
Viele der blühenden Pflanzen kommen ursprünglich gar nicht aus Kenia, sondern wurden aus anderen Ländern eingeführt. Dazu zählen auch die rosa blühenden Bougainvillea, die ihre Heimat in Südamerika haben. Rosen und Margeriten stammen aus Europa und der Hibiskus aus China.

