Burundis Flagge Burundi

Diese Schule heißt Carolus-Magnus-Schule und wurde mit Hilfe von Spendengeldern finanziert. Die Kinder tragen alle Schuluniformen. [ © Bernd Weisbrod / CC BY 3.0 ]
Carolus Magnus Schule, Burundi
Auch diese Schule wird von einer Hilfsorganisation unterstützt. [ © SuSanA Secretariat / CC BY 2.0 ]
Nur wenigen Kindern gelingt es, ihre Ausbildung mit der Universität abzuschließen. Die Voraussetzungen sind oft viel zu schlecht. [ © Niyaelisa / CC BY-SA 3.0 ]
Universität, Burundi

Gehen alle Kinder in Burundi zur Schule?

Seit dem Jahr 2011 besuchen die Kinder in Burundi neun Jahre lang eine Grundschule. Vorbild für das Bildungssystem im Land ist Belgien, das viele Jahre Burundi als Mandat des Völkerbundes verwaltete. Seit 2005 kostet die Schule nichts und die Zahl der Kinder, die in die Schule kommen, hat sich stark erhöht. Auch können seitdem sehr viel mehr Jugendliche lesen und schreiben. Doch entstehen den Familien Kosten für Schuluniformen, die sind nämlich vorgeschrieben. Und die weiterführenden Schulen, an denen ja erst ein Abschluss erworben wird, kosten noch immer Geld.

Große Klassen - wenig Abschlüsse

In einer Klasse sitzen oftmals 80 Schülerinnen und Schüler und nicht einmal die Hälfte macht am Ende einen Abschluss. Viele Kinder brechen die Schule vorzeitig ab. So ist die Zahl der Kinder, die eingeschult werden, zwar hoch, doch nur die Hälfte schafft es in die Sekundarstufe und nur eines von 100 Kindern besucht später eine Universität.

Das Problem besteht auch darin, dass für viele Kinder der Schulweg oft sehr lang ist, das gilt vor allem für die Kinder, die auf dem Land wohnen und die meisten Menschen leben in Burundi auf dem Land. Kindergärten gibt es fast gar keine.

Lehrermangel

Ein weiteres Problem in Burundi ist der Mangel an Lehrern und die schlechte Ausstattung der Schulen. Es fehlt an allem, an Lehrbüchern und Schulmaterialien. Wenn die Lehrer nicht rechtzeitig bezahlt werden, treten sie in den Streik. Das ist verständlich und kommt  nicht selten vor.

Viele Hilfsorganisationen sind dabei, mit Hilfe von Spendenprogrammen die Situation in Burundi zu verbessern. Ohne Hilfe von außen wäre das Schulsystem in Burundi wahrscheinlich noch schlechter.

Gute Beispiele voran: "Happy Burundi"

Doch es gibt auch Positives zu berichten. So gibt es in Burundi das Akilah-Institut für Frauen, an dem nur Frauen einen Abschluss in verschiedenen Ausbildungsrichtungen machen können. In folgendem Video machen sie Werbung für ihre Schule, für sich, für ihr Land und für alle Menschen in Burundi. Lebensfreude steckt an, aber schau doch einmal selbst: 

letzte Aktualisierung am 04.01.2021