Benins Flagge Benin

In Benin leben viele Kinder und Jugendliche.[ © Brian Kelley / CC BY-SA 2.0 ]
Kinder in Cotonou
Gekocht wird draußen auf offenem Feuer.[ © Edja murielle / CC BY-SA 4.0 ]
Kochen in Benin
Das Baby ist immer dabei. Es wird in einem Tuch getragen.[ © Quelle: pixabay.com ]
Baby im Tragetuch in Benin
Wasser wird am Brunnen geholt. Das ist schon viel besser als das Wasser aus einem Fluss.[ © Losheim / CC BY-SA 3.0 ]
Brunnen in Benin
Diese Jungs wohnen in Ganvié, einem Pfahlbautendorf. Aber auch dort kann man Fußball spielen![ © Dominik Schwarz / CC BY-SA 3.0 ]
Fußball in Ganvié

Alltag in Benin - zu Hause

Die Bevölkerung Benins wächst stark. Die Familien sind groß. Es gibt viele Kinder und oft leben andere Verwandte oder sogar Kinder von Freunden mit im Haus. Jede Frau in Benin bekommt im Durchschnitt fast fünf Kinder. So gibt es insgesamt viel mehr Kinder und Jugendliche als bei uns in Deutschland. Etwa die Hälfte der Bevölkerung von Benin ist unter 15 Jahre alt!

Draußen leben!

Viele Familien sind arm. Das Leben spielt sich draußen ab, vor allem auf dem Land, aber auch in der Stadt. Schweine, Hühner, Ziegen und Hunde laufen in den Dörfern frei herum. Gekocht wird auf dem Land auch draußen. Es gibt dafür eine Feuerstelle vor dem Haus.

Die Häuser sind aus Lehm gebaut. Die Dächer sind aus Stroh. In der Stadt gibt es dann auch Steinhäuser. Meist sind sie mit Wellblech gedeckt. Das prasselt laut, wenn es regnet! Nicht alle Häuser haben Strom. Wenn es Strom gibt, wird er abends abgestellt. Es kann nämlich nicht genug Strom für alle Menschen in Benin produziert werden.

Man steht früh auf und auch die Kinder übernehmen Arbeiten im Haus. Der Hof wird gefegt, die Hühner gefüttert oder abgewaschen. Das Kochen nimmt auch einige Zeit in Anspruch.

Das Baby ist immer dabei

Babys und kleine Kinder werden auf dem Rücken herumgetragen, von der Mutter, aber auch von den älteren Mädchen. Die Babys sind so immer dabei, bei der Feldarbeit, im Haus, beim Kochen und Wasserholen. Alle Kinder lernen früh, Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen den Eltern auf dem Feld helfen, Wasser vom Brunnen holen oder die Ernte auf dem Markt verkaufen.

Woher kommt das Wasser?

Die meisten Familien haben kein fließendes Wasser. Das bedeutet, dass sie alles Wasser – zum Duschen, Waschen oder Kochen – heranschleppen müssen. Wenn es einen Brunnen gibt, kann man sich schon glücklich schätzen. Manche Leute holen ihr Wasser auch aus Tümpeln oder Bächen und dieses Wasser ist dann nicht unbedingt sauber. Es wird in Eimern oder in Schüsseln auf dem Kopf nach Hause geschleppt.

Auch Toiletten mit Wasserspülung gibt es dann natürlich nicht. Da muss man dann ein Loch im Boden oder ein Plumpsklo benutzen. Oder es gibt zwar eine Toilette, aber man muss das Wasser aus einem Eimer hineinschütten zum Spülen. Es gibt auch viele Gemeinschaftstoiletten.

Kein Strom!

Auch einen Kühlschrank gibt es meistens nicht. Elektrische Geräte sind teuer und nützen ja auch gar nichts, wenn man keinen Strom hat! Daher werden auch keine Milchprodukte gegessen – sie würden ja ohne Kühlung schnell schlecht werden. Die Wäsche wird mit der Hand in großen Bottichen gewaschen – denn auch Waschmaschinen sind eher selten.

Spielen

Spielzeug haben die Kinder kaum. Man spielt mit dem, was da ist. Das können auch alte Fahrradfelgen sein, die mit einem Stock angetrieben werden. Gespielt wird in jedem Fall in einer Gruppe und nicht allein! Fernseher und Computer gibt es in den Dörfern nicht und in der Stadt nur, wenn die Familie etwas wohlhabender ist.

Auf Seite 2 findest du noch viele Fotos aus Benins Alltag!

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letzte Aktualisierung am 29.04.2020