Kolumbiens Flagge Kolumbien

Typisch Kolumbien?

Was ist typisch für Kolumbien? Was macht die Kultur des Landes aus? Welche kolumbianischen Namen sind typisch hier?

Feste und Feiertage in Kolumbien

Kolumbianer sind fröhlich und sie feiern gern. So gibt es das ganze Jahr über viele Feste. In Medellín feiert man zum Beispiel im Sommer das Blumenfest. Es gibt dann viele Paraden und Umzüge. Man hört Musik und tanzt.

Karneval wird ebenfalls mehrere Tage lang gefeiert. Es gibt einige Feiertage im Jahr, angefangen bei Neujahr über Ostern, Himmelfahrt und Allerheiligen bis Weihnachten. Die meisten Feiertage sind christliche. Es gibt aber auch den Tag der Arbeit (1. Mai), den Tag der Unabhängigkeit (20. Juli) oder den Tag der Befreiung (7. August). Einige Feiertage werden auf den darauffolgenden Montag verschoben. Wie man Weihnachten in Kolumbien feiert, erfährst du hier.
 

Musik und Tanz

Kennst du Shakira? Sie ist eine kolumbianische Popsängerin und auch auf der ganzen Welt bekannt. Auch der Sänger Juanes ist bei uns bekannt.

Man hört aber auch traditionelle Musik in Kolumbien, zum Beispiel Cumbia, der auch ein Tanz ist. Man spielt Cumbia mit Flöten, Akkordeon, Maraca-Rasseln und Trommeln. Cumbia kommt wie der verwandte Vallenato von der Karibikküste. Auch Salsamusik und der dazugehörige Tanz sind sehr beliebt. Musik ist allgegenwärtig, selbst im Bus.

Sport in Kolumbien - und Tejo

Sport ist ein weiterer beliebter Zeitvertreib, sowohl zum Zuschauen als auch aktiv. Besonders beliebte Sportarten sind Fußball, Radsport und Inline-Skaten. Sie gelten als Volkssprt in Kolumbien.

Kolumbien nahm an mehreren Fußball-Weltmeisterschaften teil. 2026 nimmt die Nationalmannschaft der Herren zum siebten Mal teil. Ein erfolgreicher Rennfahrer in der Formel 1 war Juan Pablo Montoya.

Sehr beliebt als Spiel ist Tejo. Tejo beruht auf einem alten Spiel der indigenen Völker. Man muss den Tejo, eine Scheibe aus Eisen, in einen Kreis werfen. Dort liegen die Mechas, mit Pulver gefüllte Taschen. Trifft man eine davon, explodiert sie.

Kolumbianische Vornamen - und Nachnamen

Wie heißen die Menschen eigentlich in Kolumbien? Die häufigsten kolumbianischen Nachnamen sind Rodríguez, Martínez, García, Gómez, López und González. Die Endung -ez bedeutet ursprünglich "Sohn von". Rodríguez war also der Sohn von Rodrigo.

Die häufigsten kolumbianischen Mädchennamen sind María, Luz und Ana. Mädchen werden in Kolumbien heutzutage aber besonders gerne Sofía, María, Salomé, Luciana, Isabella, Mariana, Emma und Victoria genannt. Diese Mädchennamen wurden 2025 am häufigsten vergeben. Die meisten Kinder erhalten übrigens zwei Vornamen. Beliebt als Doppelnamen sind zum Beispiel María José, Laura Valentina oder Sara Sofía.

José, Luis, Carlos und Juan heißen viele Männer. Bei den Jungen mochte man in Kolumbien David und José 2025 besonders gerne. Auch Andrés und Liam sind beliebte Jungennamen. Als Doppelnamen mag man zum Beispiel Diego Fernando, Juan José oder Miguel Àngel..

Dazu kommen dann noch zwei Nachnamen: der vom Vater und der von der Mutter. Das kann zu ziemlich langen Namen führen, etwa: Adriana Clemencia del Corazón de Jesús y de la Santísima Trinidad. Die arme Adriana wird es schwer haben, wenn sie ein Formular ausfüllen muss…
 

Sonntag ist Familientag

Das Leben einer Familie kann natürlich auch in Kolumbien ganz unterschiedlich sein. Es gibt arme und reiche Familien. Familien in der Stadt leben anders als die auf dem Land. Viele Indios bewahren noch ihre alten Traditionen.

Der Zusammenhalt in der Familie ist sehr groß. Man unternimmt viel gemeinsam und der Sonntag ist sowieso der Familientag.

Insgesamt geht man alles ruhiger und gelasssen an: Pünktlich kommt hier niemand, Stress soll man sich nicht machen!

Ganz schön warm hier!

Wenn du nach Kolumbien kämst, würde dir aber bestimmt etwas anderes als erstes auffallen: Dass es ziemlich heiß hier ist. Ganz besonders gilt das für die Küstenregion, aber auch in den höher gelegenen Städten wie Bogotá oder Medellín ist es um einiges wärmer als bei uns.

Und noch etwas ist anders: Es gibt in den Städten sehr viele Straßenstände. Dort wird alles mögliche zu essen und zu trinken verkauft, zum Beispiel frische Obstsäfte.

Exotische Früchte aus Kolumbien

In Kolumbien wachsen viele exotische Früchte. Obwohl man auch in Deutschland so einige solcher Früchte kaufen kann, kennst du diese hier wahrscheinlich nicht. Die Stachelannone hat hier den schönen Namen Guanábana. Sie sehen aus wie große, grüne Tannenzapfen und wachsen auch an einem Baum. Außen stachlig, haben sie aber ein süßes, leckeres Fruchtfleisch.

Borojó ist ebenfalls der Name einer kolumbianischen Frucht. Sie schmeckt ein bisschen sauer, darum macht msan aus ihr gerne Marmelade, Bonbons oder Fruchtsaft. Die Frucht ist rund, 7 bis 12 Zentimeter im Durchmesser und grün bis braun.

Lulo wächst in den Anden. Mit ihrer Farbe erinnern sie an Orangen, weshalb sie in Ecuador auch “kleine Orangen” (naranjillas) genannt werden. Lulo schmeckt zitronig und wird gerne zur Herstellung eines Getränks genutzt, der Lulada.

Curubas sehen ein bisschen aus wie Bananen, erinnern innen aber eher an Passionsfrüchte.

Frucht aus Kolumbien?

letzte Aktualisierung am 26.03.2026