Chiles Flagge Chile

Diese Brötchen heißen in Chile Marraqueta. Sie lassen sich in vier Teile brechen.[ © Fernando Ossandon / CC BY-SA 2.5 ]
Marraqueta
Hier gibt es Cazuela. Die einzelnen Bestandteile sind noch recht groß, wie man auf den Tellern sieht. Dazu gibt es Salat, Rote Bete und grüne Bohnen.[ © JordiCubero / CC BY-SA 4.0 ]
Cazuela
Am späten Nachmittag oder frühen Abend gibt es einen Imbiss so wie hier.[ © Rodolfo Ditzel Lacoa / CC BY-SA 3.0 ]
Tisch für Tomar once
So sieht ein chilenischer Hot Dog aus. Er heißt hier Completo. Das Würstchen ist hier ganz unter Avocadomus vergraben.[ © Rodolfo Ditzel Lacoa / CC BY-SA 3.0 ]
Completo
Hier gibt es Pastel de Choclo. Fleisch wird mit einem Teig aus Mais überbacken. Sieht lecker aus, oder?[ © Paloma Baytelman / CC BY-SA 2.0 ]
Pastel de Choclo

Was schmeckt den Chilenen?

Was isst man in Chile? Mais und Kartoffeln sind Grundnahrungsmittel in Chile, die schon die Ureinwohner aßen. Die Spanier brachten Weizen mit, der heute ebenfalls oft verwendet wird. Auch Fleisch gehört zu einem echten chilenischen Essen dazu. Gerne grillt man gemeinsam bei einem Asado, wie man das hier nennt. Die lange Küste sorgt zudem immer wieder für Nachschub an Fisch. Zu vielen Gerichten reicht man Brot oder Marraquetas. Das sind Brötchen aus Weizenmehl.

Typisch Lateinamerika

Speisen, die für ganz Lateinamerika typisch sind, mag man auch hier: Empanadas zum Beispiel, das sind gefüllte Teigtaschen. Humitas heißen hier Taschen aus Maisblättern, in denen ein Maisbrei gart. Auch Eintöpfe sind beliebt. Ein bekannter Eintopf in Chile ist Cazuela. Fleisch vom Huhn oder Rind, Kartoffeln, Maiskolben und Kürbis sowie weiteres Gemüse wie grüne Bohnen oder auch Reis gehören dazu. Üblicherweise isst man erst die Brühe und dann die festen Bestandteile.

Morgens, mittags, abends und Once?

Neben Frühstück, Mittagessen und Abendessen nimmt man in Chile noch einen Imbiss am späten Nachmittag oder frühen Abend zu sich. Das wird tomar once genannt. Das bedeutet wörtlich "Elf einnehmen". Diese Zwischenmahlzeit nimmt man zwischen 17 und 21 Uhr ein und es gibt immer Tee (oder auch Kaffee), dazu Brot oder auch Kuchen. Das eigentliche Abendessen findet dann sehr spät statt, zum Beispiel gegen 22 Uhr. Oder man lässt es dann ganz ausfallen, das kommt auch vor.

Deutscher Kuchen

Die deutschen Einwanderer brachten auch ihre Rezepte von zu Hause mit und beeinflussten die chilenische Küche so mit. So bekommt man in Bäckereien kuchen – der heißt genauso wie bei uns und es wird auch so ausgesprochen. Häufig ist das Obstkuchen, vor allem Apfelkuchen, aber auch zum Beispiel Streuselkuchen. Auch unsere Berliner (die in Berlin aber Pfannkuchen heißen) gibt es hier, als Berlinesas.

Hot Dog auf chilenisch

Hot Dogs kennt man hier auch, aber sie heißen in Chile Completo und sind etwas anders als unsere. Zu dem Würstchen im Brot kommen nämlich Avocadomus, Sauerkraut (Chucrú) und eine Chilipaste.

Cochayuyo

Hinter diesem Namen verbirgt sich eine beliebte chilenische Beilage. Es sind Braunalgen, die man wie Gemüse zum Beispiel zu Fleisch isst oder in einem Salat verarbeitet.

Pastel de Choclo

Gerne mag man dieses Gericht: Pastel de Choclo, eine Art Pastete aus Mais. Man stellt dafür einen Maisteig her, der über eine Fleischfüllung gegeben wird. Das Ganze backt man dann im Ofen. Die Füllung heißt pino und wird auch für Empanadas benutzt.

Sopaipilla

So heißen in Öl gebackene, kleine Teigfladen. Wir würden sie als Puffer bezeichnen. Sie sind aber aus Weizenmehl oder in Chile auch aus Kürbis gemacht. Dazu gibt es eine Soße. Neben Senf sind für Chile typisch die Pebre-Soße (aus Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch) oder als süße Variante die Chancaca-Soße (aus Zuckerrohrsaft und mit Orangenschale). Hast du Lust, einmal selber Sopaipillas zu machen? Du findest ein Rezept in unserem Mitmachtipp!

Das sind Sopaipillas. Hinten steht die süße Chancaca-Soße.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
letzte Aktualisierung am 22.04.2020