Nauru
Das Essen ist zu ungesund - Gemüse gibt es (fast) keines auf Nauru
Das Frühstück holt man sich auch gerne mal “beim Chinesen”. Hefebrötchen gehören dann auch dazu. Früher gab es auch öfters mal Reis.
Es gibt fast kein traditionelles Essen mehr
Das traditionelle Südsee-Essen ist auf Nauru fast ganz verschwunden. Kokosnuss, Pandanus und auch die beliebte Brotfrucht stehen fast nicht mehr auf dem Speiseplan der Bewohner. An die Stelle der gesünderen Kost trat unser westliches Essen. Das ist ja auch nicht nur schlecht, doch leider isst man auf Nauru nur das ungesunde und verpackte Essen, das dorthin geliefert wird.
Auf Nauru gibt es einen einzigen großen Supermarkt für alle Bewohner. Dazu kommen kleinere Läden, die aber oftmals fast leer sind, weil es nichts zu kaufen gibt.
Ein Supermarkt für 10.000 Menschen?
Beliebt ist Corned Beef. Was soll das sein? Hierbei handelt es sich um Rindfleisch, das in Dosen gepackt wurde. Die Preise sind für eingeführte Waren hoch. Eine Packung Milchpulver kostet umgerechnet 5 Euro und dafür muss ein Arbeiter auf Nauru drei Stunden arbeiten.
Vor allem gibt es haltbares Essen, Konserven und sehr viel Tiefkühlware. Frisches Gemüse: Fehlanzeige. Es wird (noch fast) kein eigenes Gemüse auf der Insel angebaut.
Allerdings gibt es einige zaghafte Versuche, seitens ökologisch bewusster Menschen, die kaputten Böden Naurus mit gesunder Erde aufzufüllen und die ersten Pflänzchen sprießen zu lassen. Wie sich dies in Zukunft entwickelt, wissen wir heute noch nicht. Einige Projekte versuchen inzwischen, den Anbau von eigenem Gemüse wieder zu fördern. Dabei werden zerstörte Böden verbessert und neue Gartenflächen geschaffen.
Diese Entwicklung steckt zwar noch in den Anfängen, könnte aber langfristig helfen, die Ernährung gesünder zu machen.
Frag doch mal!
Warum gibt es auf Nauru wenig Gemüse?
Weil viele Böden durch Phosphatabbau zerstört wurden.
Was essen die Menschen heute oft?
Vor allem importierte Konserven und Fertigprodukte.
Was ist Corned Beef?
Rindfleisch in Dosen.
Warum ist die Ernährung problematisch?
Weil viele Lebensmittel viel Fett, Zucker oder Salz enthalten.
Gibt es Lösungen?
Ja, erste Garten- und Landwirtschaftsprojekte sollen helfen.
