Kiribatis Flagge Kiribati

Kinderarbeit ist normal

Es gibt zwar eine Schulpflicht in Kiribati, aber nur wenige weiterführende Schulen. Und die Frage für viele Schüler ist: Was dann?[ © Luigi Guarino / CC BY 2.0 ]
Schule, Kiribati

Kinder müssen in Kiribati meist sehr viel im Haushalt helfen. Sie arbeiten in der Landwirtschaft oder helfen beim Fischen. Die Schulbildung ist in Kiribati kostenlos und es besteht eine SchulpflichtLexikon. Kinder sollten bis zu einem Alter von 15 Jahren in die Schule gehen.

93 von 100 Kindern werden in Kiribati eingeschult. Die Zahl der Menschen, die nicht lesen und schreiben können, liegt bei 6 von 100. Nach der Grundschule folgen die weiterführenden Schulen, von denen es 13 auf den Inseln gibt. Die meisten Schulen werden nicht vom Staat, sondern von den Kirchen getragen. Das bedeutet, dass die Kirchen für die Schulen Geld zahlen.

Schlechte Chancen nach der Schule

Doch die Chancen von Kindern und vor allem der jungen Leute sind im Anschluss an die Schule meist schlecht. Oftmals finden sie keine Ausbildung und keine Arbeit. Kiribati liegt sehr isoliert. Es gibt nur wenige Kontakte zur Außenwelt und wenn die Kinder eine bessere Ausbildung haben wollen und vor allen Dingen später eine Arbeit, müssen sie eigentlich ihre Insel verlassen.

Viele ziehen auf die Hauptinsel Tarawa

Viele Familien ziehen auf die Hauptinsel, die Tarawa heißt und dort in die Hauptstadt South Tarawa, weil sie hoffen, dass ihre Kinder hier bessere Bildungschancen haben. Doch dadurch entsteht das Problem, dass die Stadt viel zu voll wird und sich alle Menschen an einem Ort zusammenfinden. Und so viel Platz gibt es auf den zwar langgezogenen, aber extrem schmalen Inseln gar nicht.

Kinder spielen auch in Kiribati am liebsten mit ihren Freundinnen und Freunden. [ © Luigi Guarino / CC BY 2.0 ]
letzte Aktualisierung am 18.01.2021