Vietnams Flagge Vietnam

Ho-Chi-Minh-Stadt?

Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden Vietnams erhielt seinen Namen nach dem kommunistischen Revolutionär Ho Chi Minh, der von den Vietnamesen bis heute verehrt wird. Er führte das Land in die Selbstbestimmung und in die Unabhängigkeit. In Vietnam wird "Onkel Ho", wie ihn viele nennen, wie ein Vater verehrt. Es gibt Statuen und ein Museum und sein Gesicht ziert alle vietnamesischen Geldscheine. So wurde ihm zu Ehren die Stadt Saigon in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt.

Offiziell und inoffiziell

Doch wie nennen die Vietnamesen diese Stadt? Beide Namen finden gleichzeitig Verwendung. Bei offiziellen Anlässen spricht man häufiger von Ho-Chi-Minh-Stadt, ansonsten sprechen viele Vietnamesen auch von Saigon.

Saigon hieß die Stadt offiziell auch erst seit 1859. Doch ein ähnlicher Name wurde auch schon Jahre zuvor verwendet. Noch heute heißt das chinesische Stadtviertel in Ho-Chi-Minh-Stadt übrigens offiziell auch Saigon. Das ist der Distrikt 1 der Stadt.

Städte in Vietnam

Viele Städte in Vietnam weisen auch heute noch Spuren der Franzosen auf. Vietnam war nämlich ein Teil von Französisch-Indochina und Teil des französischen Kolonialreiches für fast 100 Jahre. 

Auch das Opernhaus in Ho-Chi-Minh-Stadt ist während der Kolonialzeit entstanden und erinnert stark an französische Architektur. Die Geschichte Vietnams findet sich an vielen Orten wieder und erinnert sowohl die Besucher als auch die Einheimischen daran, wie das Land entstanden ist.

Eine Stadt zwischen Vergangenheit und Moderne

Die Ho-Chi-Minh-Stadt ist heute eine der modernsten und lebendigsten Städte Vietnams. Gleichzeitig kann man hier an vielen Orten die lange Geschichte des Landes entdecken.

In der Stadt treffen Vergangenheit und Gegenwart direkt aufeinander:

  • Neben alten Gebäuden aus der Kolonialzeit stehen moderne Hochhäuser aus Glas und Stahl.
  • Auf den Straßen fahren Millionen Motorroller, während gleichzeitig neue U-Bahnen gebaut werden.
  • Traditionelle Märkte liegen oft nur wenige Schritte von großen Einkaufszentren entfernt.

Besonders typisch für die Stadt ist das bunte Straßenleben. Überall gibt es kleine Garküchen, in denen frisches Essen zubereitet wird. Menschen sitzen auf kleinen Hockern am Straßenrand und essen gemeinsam.

Auch die Kultur ist vielfältig:

  • In Tempeln und Pagoden wird gebetet und geräuchert.
  • Gleichzeitig arbeiten viele junge Menschen in modernen Büros oder Start-ups.

Die Ho-Chi-Minh-Stadt zeigt deshalb sehr gut, wie sich Vietnam verändert: ein Land mit alten Traditionen, das sich gleichzeitig schnell weiterentwickelt.

Frag doch mal!

Warum heißt die Stadt Ho-Chi-Minh-Stadt?
Sie wurde nach dem Politiker Ho Chi Minh benannt, der Vietnam in die Unabhängigkeit führte.

Warum sagen viele Menschen noch Saigon?
Weil das der frühere Name der Stadt war und er im Alltag kürzer und einfacher ist.

War Vietnam eine Kolonie?
Ja, Vietnam gehörte lange zu Frankreich, bis es 1954 unabhängig wurde.

Was kann man in Ho-Chi-Minh-Stadt sehen?
Zum Beispiel alte französische Gebäude, Märkte, Tempel und moderne Hochhäuser.

Ist Ho-Chi-Minh-Stadt die Hauptstadt?
Nein, die Hauptstadt von Vietnam ist Hanoi.

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letzte Aktualisierung am 20.03.2026