Kambodschas Flagge Kambodscha

Wer lebt in Kambodscha?

Viele Menschen, junges Land

In Kambodscha etwa 17,85 Millionen Menschen. Die Bevölkerung ist ziemlich jung. Das mittlere Alter liegt bei rund 26,2 Jahren.  Das bedeutet: Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 26 Jahre – viele sind also Kinder oder Jugendliche.

Ethnien und Minderheiten

Die größte Einwohnergruppe sind die Khmer. Ferner gibt es kleinere Gruppen wie Vietnamesen, Cham und Chinesen sowie verschiedene Bergvölker im Hochland.

Volksgruppeungefährer Anteil
KhmerGroße Mehrheit
Vietnamesekleiner Teil
Chamsehr kleiner Teil
Chinesisch‑stämmigesehr klein
Bergvölker / Minderheitenverschiedene Gruppen

Genauere Prozentzahlen sind schwer festzulegen, weil verschiedene Quellen unterschiedliche Daten angeben. Aber die Größenordnung kannst du gut erkennen.

Die Khmer

Woher die Khmer ursprünglich kamen, weiß man nicht so genau. Jedenfalls leben sie seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. dort, wo sie heute sind. Zwischen Khmer und Vietnamesen gibt es immer wieder Konflikte. Zur Zeit der französischen Kolonialherrschaft in Indochina bevorzugten die Franzosen bei der Ämtervergabe oft die Vietnamesen. Viele dieser Vietnamesen wohnen auf dem See Tonle Sap in schwimmenden Dörfern.

Der Buddhismus in Kambodscha

Religion und Glaube in Kambodscha

Die meisten Menschen in Kambodscha sind Buddhisten, genauer gesagt Theravada-Buddhisten. Theravada-Buddhisten gehören zu einer der drei großen Hauptrichtungen im Buddhismus. Theravada heißt übersetzt etwa „Lehre der Ältesten“. Es ist die älteste Form des Buddhismus und wird vor allem in Ländern wie Kambodscha, Thailand, Laos, Myanmar und Sri Lanka praktiziert. Theravada-Buddhisten glauben daran, dass jeder Mensch durch eigenes gutes Verhalten, Meditation und Einsicht den Weg zur Erleuchtung finden kann – so wie es der Buddha selbst getan hat.

Neben den Buddhisten gibt es aber auch einige Muslime und wenige Christen, die in Kambodscha leben. Der Buddhismus war bis 1995 auch die Staatsreligion von Kambodscha.

Sprachen im Land

Die meisten Kambodschaner sprechen Khmer als Muttersprache. Allerdings können viele in den Städten auch eine Fremdsprache, das ist überwiegend Französisch. Kambodscha war nämlich einmal Teil von Indochina (schaue hier bei Geschichte und Politik nach). Mittlerweile sprechen aber auch einige Englisch. Ebenso wird Vietnamesisch und Chinesisch gesprochen. Die Minderheiten in Kambodscha sprechen ihre eigene Sprache.

Wo leben die Menschen? – Stadt und Land

Rund 26,5 % der Bevölkerung lebt in Städten. Das ist etwa ein Viertel. Das heißt: Der überwiegende Teil lebt auf dem Land, oft in Dörfern oder kleinen Gemeinden. Besonders viele Menschen wohnen in der Ebene des Landes — dort, wo Landwirtschaft, Reisfelder und Dörfer sind. Die Bergregionen und das Hochland sind dagegen dünner besiedelt.

Frag doch mal!

Warum sind so viele Menschen in Kambodscha jungen Alters?
Weil Kambodscha eine hohe Geburtenrate hat — also Familien mit vielen Kindern. Dadurch gibt es viele Kinder und Jugendliche, und der Anteil an älteren Personen ist vergleichsweise gering.

Warum sprechen manche Kambodschaner Französisch?
Weil Kambodscha lange Zeit Teil von Französisch‑Indochina war. Das heißt: Vor langer Zeit herrschten die Franzosen dort. Viele ältere Menschen oder Familien haben daher Französisch gelernt —, auch wenn heute Englisch wichtiger wird.

Leben alle Khmer auf Dörfern?
Nein, nicht alle. Manche wohnen in Städten wie Phnom Penh oder Siem Reap. Aber viele Khmer leben auf dem Land — in Dörfern, auf Reisfeldern oder in Gebieten mit traditionellem Leben.

Gibt es in Kambodscha unterschiedliche Religionen?
Ja. Die meisten sind Buddhisten. Es gibt aber auch Muslime und Christen — also Religionen und Glaubensrichtungen sind vielfältig.

Warum leben nicht mehr Menschen in Städten?
Weil viele Menschen auf dem Land tätig sind — etwa in der Landwirtschaft — und dort ihre Familien und Heimat haben. Außerdem sind Städte für viele teuer und dicht besiedelt. Auf dem Land ist das Leben oft günstiger. 

letzte Aktualisierung am 05.12.2025