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Gehen Kinder im Jemen zur Schule?

Schulkinder im Jemen an ihrem ersten Schultag. Wie lange sie die Schule besuchen, ist nicht klar. Während des Krieges müssen viele Schulen schließen.[ © Mohammed Hamou / picture alliance / AA ]
Jemen, Schulkinder
Dieses Bild aus dem zerstörten Jemen ist schon älter. Doch das Land ist immer noch nicht zur Ruhe gekommen. [ © Ahron de Leeuw / CC BY 2.0 ]
Zerstörung, Jemen, Sana`a

Seitdem der Jemen geeint wurde, strengte man sich auch von Regierungsseite an, die Situation an den Schulen zu verbessern. So gibt es im Jemen eine Schulpflicht für Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren. Doch wurden im Jahr 2012 nur etwa 86 von 100 Kindern eingeschult. Die Zahl der Jungen lag höher als die Zahl der Mädchen. Nur 78 von 100 Mädchen gingen überhaupt zur Schule.

Viele Eltern schicken die Mädchen nicht in die Schule

Vielen Eltern im Jemen erscheint es überflüssig, ein Mädchen zur Schule zu schicken. Zumindest auf dem Land herrschen diese Vorstellungen immer noch vor. So besuchen am Ende nur 41 von 100 Kindern die Sekundarstufe und davon nur wenige Mädchen. Nur 33 von 100 Mädchen kommen im Laufe ihrer Schuldbildung überhaupt soweit. Bei den Jungs ist es etwas mehr als die Hälfte. Die Analphabetenrate ist im Jemen eine der höchsten innerhalb der arabischen Welt.

Der Krieg verhindert den Schulbesuch vieler Kinder

Die genannten Zahlen stammen aus dem Jahr 2012. Aktuell liegen die Zahlen der Kinder, die eine Schule besuchen, sehr viel niedriger, denn durch den Krieg wurden viele Schulen zerstört. Viele Kinder stehen unter Schock und haben Angst um ihre Familien. Da fällt es schwer, eine Schule zu besuchen und zu lernen. So gibt es aktuell gar keine Zahlen und wir können davon ausgehen, dass 2017 noch weniger Kinder eine Schule besuchten. Inwieweit sich diese Situation ändert, muss die weitere Entwicklung im Jemen zeigen.

Auch Kinder im Jemen spielen gerne, hier im Hinterhof. [ © Грищук Юрий Николаевич, г.Одесса / CC BY 3.0 ]
letzte Aktualisierung am 11.01.2021