Jemens Flagge Jemen

Krieg im Jemen

Wasser ist im Jemen knapp. Kinder helfen oft bei der Belieferung mit Wasser, das in Kanister abgefüllt wird. [ © Julien Harneis / CC BY-SA 2.0 ]
Wasserknappheit, Jemen

Immer wieder ist von Kriegen im Nahen Osten und von Flüchtlingen die Rede. In die Mitte des Interesses rückt meist das Bürgerkriegsland Syrien, davon hörst du viel im Fernsehen und vielleicht sprechen auch deine Eltern darüber. Das ist auch richtig, darüber zu sprechen und zu helfen. Gleichzeitig wird oft vergessen, dass es auch andere Länder gibt, in denen Konflikte und auch Kriege herrschen.

Zu diesen Ländern zählt der Jemen. Schon bevor es hier Krieg gab, war der Jemen ein armes Land und das ärmste im sogenannten Nahen Osten. Ganz anders sieht es in den Nachbarländern wie Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten aus. Der Jemen ist das ärmste Land im Nahen Osten.

Viele Menschen im Jemen sind auf Hilfe von außen angewiesen und haben viel zu wenig zu essen. Es gibt oft kein sauberes Trinkwasser und viele Häuser sind zerstört. Oftmals geht es darum, überhaupt an Trinkwasser zu kommen, eine Beschäftigung von vielen Stunden pro Tag. Und diese Zeit fehlt dann für anderes. Auch Kinder müssen mithelfen und schleppen Kanister mit Trinkwasser nach Hause.

Hunger in Ostafrika

In vielen Ländern in Ostafrika herrscht Hunger. Der Jemen liegt quasi gegenüber und wird durch den Golf von Aden von Afrika getrennt. Aufgrund der Dürre in dieser Region sind sehr viele Menschen von Hunger bedroht. Hier sollte die internationale Gemeinschaft eigentlich tätig werden. Es gibt immer wieder Geberkonferenzen. Hier wird ausgehandelt, wie viel Geld die reicheren Staaten den ärmsten der Welt geben. Doch oft wird hier sehr viel mehr angekündigt als ausgezahlt.

Krieg im Inneren und Krieg von außen

Im März 2015 begannen die Angriffe durch die saudische Armee, gleichzeitig herrschte aber ein Bürgerkrieg im Inneren, der für die Bevölkerung noch schlimmer war (schaue auch bei Geschichte und Politik im Jemen nach). Die Angriffe kamen dazu. Im Jemen waren im Juli 2016 2,8 Millionen Menschen auf der Flucht und viele haben das Land verlassen, zum Beispiel nach Saudi-Arabien oder nach Dschibuti.

Viele Menschen im Jemen vom Hungertod bedroht

Im Frühjahr 2017 waren zwei Drittel der Menschen im Jemen vom Hungertod bedroht. So berichtete die Hilfsorganisation "Care", die auch im Jemen tätig ist. Die öffentliche Versorgung war fast komplett zusammengebrochen. Vor allem Kinder waren unterernährt und auf Hilfe angewiesen. Die komplette Infrastruktur funktionierte nicht mehr. Doch zu diesem Zeitpunkt war eine politische Lösung, die alle Konfliktparteien an einen Tisch rufen sollte, nicht in Sicht.

letzte Aktualisierung am 12.10.2020