Iraks Flagge Irak

Küche im Norden und im Süden des Irak

So schaut Bulgur aus, wenn er noch nicht weiter verarbeitet wurde. [ © gemeinfrei ]
Bulgur

Im Irak unterscheidet sich die Küche im Norden sehr von der Küche im Süden. In den Regionen wachsen aufgrund der Verschiedenartigkeit des Klimas ganz unterschiedliche Pflanzen und der Norden ist sehr viel fruchtbarer als der Süden.

So bestimmen Reisgerichte den Süden und solche mit Weizen den Norden. Aus diesem Weizen wird meist Bulgur hergestellt. Die Küche der Kurden ist die Küche des Nordens, doch auch hier unterscheidet sich die Küche je nach Region. So gibt es auch noch einmal eine eigene kurdische Küche. Bulgur steht übrigens eher für eine einfache Küche, Reis wird sehr viel wertvoller angesehen.

Am Spieß gebratene Flussbarben sind im Irak ein beliebtes Gericht. [ © Al Jazeera English / CC BY-SA 2.0 ]
Flussbarben, am Grill

Fisch am Spieß gebraten

Im Süden stehen Datteln, Aprikosen oder auch Granatäpfel gerne auf dem Speiseplan. Auch Fisch ist sehr beliebt. Als Nationalgericht bezeichnet man manchmal auch ein Fischgericht, das Smak masquf heißt. Die Grundlage dieses Essens sind Flussbarben, eine Fischart, die auf einem Stock über Feuer gebraten wird und die man im Anschluss zum Garen noch einmal auf die heiße Asche legt. Wie dieser Fisch zubereitet wird, siehst du auf dem nebenstehenden Foto.

Diese Klöße sind manchmal rund, manchmal flacher geformt, je nach Region. [ © gemeinfrei ]
Kubba, Kibbeh

Was genau ist "Kubba"?

Ein im Irak bekanntes Gericht heißt Kubba. Hierbei handelt es sich um eine Art von Klößen, die aus dem schon genannten Bulgur und Fleisch bestehen. Dieses Gericht ist im Nahen Osten ansonsten unter der Bezeichnung Kibbeh bekannt. Manchmal wird anstelle von Bulgur Reis verwendet. Dieses Gericht gibt es in vielen arabischen Ländern immer wieder unter anderen Bezeichnungen, aber mit den gleichen Zutaten.

So oder ähnlich sieht das Gericht "Harissa" aus. [ © Augustgrahl / gemeinfrei ]
Harissa

Ein Brei aus Getreide

Ebenfalls beliebt ist im Irak ein Getreidebrei, der Harissa heißt. Im Irak ist dieser Brei unter der Bezeichnung Halim bekannt. Die Grundlage sind Weizenkörner, die man grob mahlt, einweicht und im Anschluss viele Stunden kocht. Dazu kommt Fleisch, das klein geschnitten wird. Meist ist das Lamm, aber manchmal auch Huhn, je nachdem, was man zur Verfügung hat. In manchen Ländern, so auch im Irak, streut man Zucker und Zimt darüber.

Brot in Sauce getunkt!

Dieses Gericht, das Tharib heißt, wurde hier mit Lammfleisch zubereitet. [ © Munvar.shaik at English Wikipedia / CC BY-SA 3.0 ]
Tharib

Viele Gerichte des Irak entstammen der traditionellen arabischen Küche. Dazu zählt auch Tharid, ebenso Taschrib genannt. Dieses Essen besteht aus gekochtem Fleisch und Brot. Tharid gibt es auch in anderen Ländern und hat sich sogar bis nach China und Spanien ausgebreitet. Das Brot wird in die Fleischbrühe getunkt und gemeinsam mit dem Fleisch gegessen. Von diesem Gericht gibt es viele Abwandlungen.

Was trinkt man im Irak?

Der Irak ist ein muslimisches Land, was bedeutet, dass die Menschen keinen Alkohol trinken dürfen. Damit haben es zumindest früher nicht alle ganz so genau genommen. Ein Schnaps, der "Arak" heißt und aus Anis hergestellt wird, kam schon gerne mal auf den Tisch. Seitdem sich immer mehr konservative und traditionelle Kräfte im Irak durchsetzen, verzichten viele Leute aber ganz aufs Schnapstrinken. Der Genuss von Schnaps ist nicht mehr erlaubt. Kaffee und Tee sind aber genauso beliebte Getränke im Irak.

letzte Aktualisierung am 18.05.2020